START

Nachhaltige Energiegewinnung durch Bergbauhalden-Recycling
2022
Durch die Verwendung von Sulfiden hauptsächlich der Tetraedrit-Mineralreihe, die aus Bergbauhalden gewonnen werden, sollen fortschrittliche thermoelektrische Geräte entwickelt werden, die Industrie-Abwärme in elektrischen Strom umwandeln. Dadurch wird die Abhängigkeit von Primärrohstoffen verringert, die Kreislaufwirtschaft gefördert und der Verbrauch fossiler Brennstoffe reduziert.
Bergbauhalde am Nöckelberg, Salzburg
Das Hauptziel des START-Projekts ist der Aufbau eines Innovationsökosystems in der Europäischen Union (EU) für die Entwicklung nachhaltiger und wirtschaftlich tragfähiger tellurfreier thermoelektrischer (TE) Abwärmegewinnungs-systeme, die in der Schwerindustrie, der maritimen Industrie und auch als primäre Energiequelle für netzunabhängige Sensoren und IoT-Geräte eingesetzt werden sollen. Dies soll durch die Verwendung von Sulfiden hauptsächlich der Tetraedrit-Mineralreihe erreicht werden, die derzeit eine Umweltgefahr in Abraumhalden darstellen. Die Sulfide werden in fünf europäischen Ländern gesammelt und dann bei der Herstellung von fortschrittlichen Sulfid-Thermoelementen des p-Typs eingesetzt. Aktuelle kommerzielle TE-Geräte sind derzeit vom p- und n-Typ und werden aus teuren und seltenen Elementen, nämlich Tellur, hergestellt, das hauptsächlich aus China bezogen wird. Dieser Ansatz unterstützt eine nachhaltigere und widerstandsfähigere EU in dreierlei Hinsicht. Erstens wird die Abhängigkeit der EU von kritischen Primärrohstoffen verringert. Zweitens werden Prozesse der Kreislaufwirtschaft gefördert, die durch den Aufbau eines strategischen Ökosystems auf der Grundlage eines Minerals mit hohem Vorkommen einen Mehrwert in der EU schaffen werden. Drittens werden thermoelektrische Abwärmegewinnungssysteme hergestellt, die einen Beitrag zur Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe leisten, was einen großen Einfluss auf die Steigerung der Gesamteffizienz von Energieerzeugungs- und -verbrauchssystemen sowie auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen hat. Das Projekt wird vom portugiesischen Geologischen Dienst (LNEG) koordiniert und umfasst 15 Organisationen aus 10 EU-Mitgliedstaaten und 1 assoziiertem Land, darunter: 6 Forschungsorganisationen mit starkem Hintergrund und Wissen in den Bereichen Geologie, Materialwissenschaften und erneuerbare Energien; 7 KMU-Unternehmen, die die gesamte Lieferkette von der Produktion über die Nutzung bis hin zur Bewertung des ökologischen Fußabdrucks garantieren; und 2 gemeinnützige internationale Verbände mit einem konsolidierten Netzwerk von Partnern und Interessengruppen.
Projektfacts
ProjekttitelSysteme für eine nachhaltige Energiegewinnung auf der Basis von innovativem Recycling von Bergbauhalden
ProjektkürzelSTART
ProjektkurztitelNachhaltige Energiegewinnung durch Bergbauhalden-Recycling
ProjektleitungPiotr Lipiarski ("(for GeoSphere Austria)
ProjektmitgliederDr. Sebastian Pfleiderer, Ing. Christian Auer
Zeitraum01.06.22 - 31.05.26
FinanzierungEU (Horizon Europe)