Fachabteilung

Kristallingeologie

Die Kristallingeologie befasst sich mit dem Aufbau und der geologischen Geschichte von Gebieten, deren Felsuntergrund aus kristallinen Festgesteinen (zum Beispiel Granit, Basalt, Glimmerschiefer, Gneis) aufgebaut ist.

Dünnschliff eines Serpentinits bei gekreuzten Polarisatoren (Unterhöflein, NÖ).
© Geologische Bundesanstalt

Aus den Ergebnissen der Geländearbeiten und der begleitenden Grundlagenforschungen werden Modelle erstellt, wie die Gebirgsbildung räumlich und zeitlich abgelaufen sein kann.

Untersucht wird, wie und wann Gesteinskörper entstanden sind: Ob aus Schmelzen (Magmatiten), den unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur gebildeten Umwandlungsprodukten (Metamorphiten) von Magmatiten, ihres Verwitterungsmaterials (Sedimente sandiger und toniger Zusammensetzung) oder aus chemischen Sedimenten (zum Beispiel Karbonate). Durch Versenkung und Umkristallisation entstehen daraus Gneise, Glimmerschiefer, Marmore und so weiter. Zur Untersuchung werden mikroskopische, strukturgeologische, chemische und geochronologische Methoden herangezogen.