Fachabteilung

Geochemie

Die Geochemie beschäftigt sich mit der Verteilung von chemischen Stoffen auf der Erde (im weiteren Sinn im Kosmos) und versucht die Ursachen, die zu diesen Verteilungen führen, zu ergründen und zu verstehen.

Zahlreiche Glaskolben und Messzylinder mit roten und blauen Verschlüssen.
Glaskolben und Messzylinder
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber

Um die zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten zu finden, werden alle Arten von geologischen und hydrogeologischen Proben mit den modernsten chemischen Analysenverfahren analysiert, chemisch charakterisiert und interpretiert. Diese im Rahmen geochemischer Grundlagenforschung erhaltenen Ergebnisse finden in weiterer Folge in der wissenschaftlichen Geologie Anwendung und helfen geologische Prozesse auf der Erde zu deuten und zu verstehen.

Des Weiteren sind die geochemischen Ergebnisse ein wichtiger Teil in den Umweltwissenschaften, wo mit ihrer Hilfe geogen bedingte Verunreinigungen von Böden und Wasser bestimmt und somit die Auswirkungen von anthropogenen Eingriffen festgestellt werden können. Auch bei der Frage, wie sich ein bestimmter Stoff in den einzelnen geologischen Medien verhält, werden geochemische Untersuchungen herangezogen, die besonders bei der Untersuchung von Stoffflüssen von Bedeutung sind. Ein wichtiges Teilgebiet der Geochemie ist die Hydrochemie, welche das chemische Zusammenspiel zwischen Gestein, Luft und Wasser untersucht. Aus diesen hydrogeochemischen Erkenntnissen kann man eventuelle Auswirkungen auf Wasserressourcen durch natürliche oder anthropogene Eingriffe besser vorrausagen und dadurch zukunftsorientiert schützen.

Aus den Ergebnissen der Geochemie gelangt man auch zur Kenntnis der Genese der Verteilungen von chemischen Substanzen in der Erde, wodurch auf neue Lagerstätten von benötigten Rohstoffen hingewiesen wird, und welche in weiterer Folge erschlossen werden können.