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Rohstoffgeologie, Hydrogeologie und Ingenieurgeologie sind Disziplinen der angewandten Geowissenschaften. Sie haben die Aufgabe, Rohstoff- und Grundwasservorkommen sowie Hangstabilitäten nach verschiedenen Gesichtspunkten zu bewerten. An der Geologischen Bundesanstalt wird an einer Reihe regionaler Geopotentialstudien gearbeitet, die sich mit vielen Fragen im Schnittpunkt von Rohstoffvorsorge, Naturschutz, Raumordnung, Trinkwasser etc. befassen.

Ein Holzschreibtisch auf dem durchsichtige Plastiksäckchen mit Gesteinsproben, Kieselsteine, Papiersäckchen und Farbmuster liegen.
Tonmineralogisches Labor mit Probensäckchen und Probenträgern.
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber
Eine Wiese in der in einer Reihe Metallstäbe stecken. Zu jedem Metallstab führt ein gelbes Kabel hin und auch wieder weg.
Geoelektrische Messungen erlauben „Einblicke“ in den Untergrund.
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber
Ein bunte, verschwommene Landkarte auf einem Bildschirm. Rechts dahinter ein Mann mit einer Tasse in der einen und einem Stift in der andern Hand. Rechts ein aufgeklappter Laptop auf einem Tisch.
Bewertung aerogeophysikalischer Messungen.
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber
Zwei Männer an einem Computer Arbeitsplatz. Auf dem Tisch liegt eine Landkarte. Am Bildschirm ist ein zerstörtes Haus zu sehen. Ein Mann zeigt auf den Bildschirm.
Bewertung von Gebieten, wo gehäuft Rutschungen auftreten.
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber
Eine große Lupe unter der ein dunkles, glänzendes, körniges Mineral zu sehen ist.
Bewertung von Mineralien.
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber

Neben Erzen und Kohlenwasserstoffen haben oberflächennahe mineralische Baurohstoffe und Industrieminerale größte wirtschaftliche Bedeutung. In Österreich werden jährlich über 100 Millionen Tonnen Sand, Kies, Naturstein, Kalk, Lehm, Ton, Mergel und Industrieminerale wie Gips, Salz oder Magnesit benötigt.

Aufgabe der Hydrogeologie ist es, unterirdische Wege des Wassers im Gestein (Stichwort: Aquifer) zu erforschen. Dabei sind vor allem seichte Porengrundwasserleiter und Karstwasser-Systeme relevant. Trinkbare Tiefengrundwässer sind bedeutsam für Notwasserversorgungen und bilden ebenfalls einen Schwerpunkt hydrogeologischer Forschungen. Nicht nur die Wege des Wassers, auch Qualität und Temperatur von Wässern (Thermalwässer) gewinnen laufend an Wichtigkeit. Geothermie als alternative Energiequelle hat ein großes Zukunftspotential.

In einem Gebirgsland wie Österreich hat die Expertise der Ingenieurgeologie große Bedeutung, da auf Grund natürlicher Gegebenheiten, wie geologischem Untergrund, Relief und Klima, Massenbewegungen keine Seltenheit sind.Die Ingenieurgeologie erhebt und bewertet, oft zusammen mit der Geophysik und Expertinnen und Experten anderer Fachzweige, zahlreiche Geländeindizien für Massenbewegungen und erstellen, basierend auf Modellierungen, planungsrelevante Gefahrenpotentialkarten.