Analysieren

Ob Wasser, Ton, Sand, Kies, Kalk, Marmor, Sandstein, Granit oder Gneis, nur die genaue Kenntnis ihrer Zusammensetzung (Stichwort: Geochemie) erlaubt Aussagen über Entstehung, Herkunft und Verwendungsmöglichkeiten.

Durchsichtige Plastiksäckchen mit Gesteinsproben.
Unterschiedliche Fragestellungen erfordern spezifische Probenaufbereitungen.
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber
Eine Frau hält einen sehr langen Papierstreifen auf dem ein Diagramm in Form von zahlreichen bunte Kurven ist.
Die Ergebnisse des Röntgendiffraktometers zeigen sich zunächst in Kurven, deren Interpretation Rückschlüsse auf den Mineralbestand erlaubt.
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber
Ein Mann in weisser Arbeitskleidung arbeitet mit durchsichtigen Behältern in einem sehr hellen Raum.
Reinstraumlabor
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber
Gesteinklötzchen liegen in einer flachen Holzbox.
Herstellung von Dünnschliffen
© Geologische Bundesanstalt / Lois Lammerhuber

Am Beginn der Analytik steht die genau dokumentierte Probenahme, ehe – je nach Gestein und Fragestellung – weitere Schritte der Aufbereitung folgen. Das Schneiden des Gesteins mit der Diamantsäge, das Zerkleinern mit dem Backenbrecher oder das Schlämmen von Tonen und Mergeln sind die ersten Schritte.

Dünnschliffmikroskopie, Röntgenfluoreszenz, Röntgendiffraktometrie oder Rasterelektronenmikroskopie sind einige der an der Geologischen Bundesanstalt routinemäßig eingesetzten Analysemethoden, um den Gesteins und Mineralbestand des Probenmaterials qualitativ und quantitativ zu ergründen. Genauigkeit ist dabei oberstes Gebot, nicht nur im Reinstraumlabor, wo die Mineralkonzentrate für die absolute Altersdatierung chemisch aufbereitet werden.

An der Geologischen Bundesanstalt sind Analytik und Expertenwissen zur Interpretation der gewonnenen Daten in ihrem geologischen Kontext unter einem Dach angesiedelt. Diese Struktur kommt einer gesamtheitlichen Betrachtungsweise der Fragestellungen sehr entgegen.