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Der große Siedlungsraum

Das Alpenvorland und das östliche Flachland

Landschaft
Weingärten prägen die Landschaft des westlichen Weinviertels bei Mailberg (NÖ). © Geologische Bundesanstalt
Häuserflur
Blick vom Stephansdom (W) nach Südwesten mit der weißen Kuppe des Schneeberges (2076 m, NÖ) am Horizont. © Geologische Bundesanstalt
Weinkeller
Kellergasse am Fuße der Geländekante des Wagrams östlich Hippersdorf im nördlichen Tullnerfeld (NÖ). © Geologische Bundesanstalt

Im Abschnitt zwischen Bregenz und Salzburg liegt das Alpenvorland in Bayern. Im Bundesland Salzburg zählen der Flachgau, in Oberösterreich das Inn-, Hausruck- und Teile des Traunviertels zum Alpenvorland. In Niederösterreich verengt es sich im Bereich des Mostviertels zwischen Enns und St. Pölten auf stellenweise nur noch ca. 15 km Breite. Ab dem Tullner Feld und weiter über das westliche Weinviertel bis zur tschechischen Grenze gewinnt es wieder deutlich an Breite.

Die großen Beckenlandschaften im Osten Österreichs, namentlich das Wiener Becken, das Oststeirische Hügelland und die Kleine Ungarische Tiefebene (von der nur ein kleiner Anteil auf österreichischem Gebiet liegt) sind durch bergige Höhenzüge voneinander getrennt. So liegt das Leithagebirge zwischen der Kleinen Ungarischen Tiefebene und dem Wiener Becken und dieses wiederum ist durch die Leiser Berge und die Klippen des Weinviertels vom Alpenvorland getrennt.

Diese Landschaften zeigen sanfte, hügelige Geländeformen, die durch weiche, großteils unvollständig verfestigte Sedimente bedingt sind. Kiese, Sande, Tone und der so charakteristische Schlier oder Tegel sind typische Gesteine dieser Regionen. Harte Konglomerate und Kalksteine zählen eher zu den Ausnahmen. Weite Flächen sind durch eiszeitliche Sedimente (Moränen, Flussterrassen, Löss) überdeckt, so vor allem im Umfeld der Donau und ihrer Zubringerflüsse aus den Alpen.

Die naturräumlichen Gegebenheiten wie sanfte » Morphologie, gute Böden, ausreichende Wasserversorgung, leicht gewinnbare Baurohstoffe und vergleichsweise geringe Bedrohung durch Naturgefahren sind die Ursache für die Konzentration von Landwirtschaft, Besiedelung, Industrie und Verkehr in den jungen Beckenlandschaften Österreichs.

Das Alpenvorland als Großlandschaft und die Autochthone Molassezone als geologische Einheit sind hinsichtlich ihrer geographischen Ausdehnung weitgehend deckungsgleich. Das östliche Flachland wird geologisch aus dem Wiener, dem Steirischen und dem Pannonischen Becken aufgebaut. Diese gehören zu den Inneralpinen Becken.

» Erdgeschichte

Österreichs geologische Entwicklungsgeschichte