Kritische Rohstoffe

Mineralische Rohstoffe umgeben uns in unserem alltäglichen Leben: Wenn man sich umschaut und alles „wegdenkt“ was aus mineralischen Rohstoffen hergestellt wurde, dann bleibt nicht mehr viel übrig. Um die Bedeutung einzelner mineralischer Rohstoffe einzuschätzen, wird von der Europäischen Union seit 2010 eine Liste mit „kritischen Rohstoffen“ geführt. Hier wird die Verfügbarkeit (bzw. das Versorgungsrisiko) und die Wichtigkeit für die Wirtschaft in Beziehung gesetzt. Für die Entwicklung hin zu einem CO2-neutralen Europa sind technologische Entwicklungen erforderlich, die auf kritische Rohstoffe angewiesen sind. In einem aktuellen Vortrag bei der Österreichischen Geologischen Gesellschaft hat die GBA diesen Zusammenhang detailliert beleuchtet.

In den nächsten Jahren soll die EU-Liste der Kritischen Rohstoffe aktualisiert werden. Hierfür ist die GBA im Horizon2020 Projekt SCRREEN2 („Solutions for CRitical Raw materials – a European Expert Network 2“) eingebunden. Für die Erkundung von möglichen Lagerstättenvorkommen kritischer Rohstoffe in Österreich arbeitet die GBA im Rahmen der „Forschungspartnerschaften Mineralrohstoffe“ mit verschiedenen Partnern zusammen. Aktuell beispielsweise an einem Projekt zu Wolframmineralisation (Projekt WAlps). Zurzeit wird eine besonders schöne Mineralstufe des Wolframerzes Scheelit im „Schaufenster der GBA“ in der Neulinggasse 38 präsentiert: Im Dunkeln leuchtet der Scheelit unter UV Licht in einem hellblauen Farbton.

» Vortrag „Kritische Rohstoffe für Grüne Technologien“

» Projekt WAlps