15.01.2019 11:41

Kooperationsabkommen zwischen Geologischer Bundesanstalt und Wildbach- und Lawinenverbauung

Vertreter beider Partner

v.l.n.r.: Direktor Dr. Peter Seifert (GBA), SCin Mag.a Barbara Weitgruber, MA (BMBWF), SCin DIin Maria Patek, MBA (BMNT), DI Dr. Florian Rudolf-Miklau (WLV)

In einem Festakt am 15. Jänner 2019 wurde im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus ein Kooperationsabkommen der Geologischen Bundesanstalt (GBA) und der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) besiegelt. Das Abkommen zielt auf eine Bündelung der Kräfte, die aus den jeweiligen Kompetenzen der beiden Institutionen im Bereich Geomonitoring und Katastrophenschutz erwachsen.
Konkret wird zunächst das bessere Verständnis von gravitativen Massenbewegungen und die Schaffung der Grundlagen für ein effektives Vorwarnsystem in Angriff genommen: Die Institutionen bauen eine Datenbank für Naturereignisse (Ereignisdatenbank) an der GBA auf, deren Daten in weiterer Folge Ämtern, Forschungseinrichtungen und Anwendern im Bereich des Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsames Wissen und Infrastruktur werden weiters dazu verwendet, ein neues Geomonitoringzentrum an der GBA aufzubauen, in dem Messungen aus einem österreichweiten Sensorennetzwerk zusammenlaufen, das als Werkzeug zur nachhaltigen Katastrophenvorsorge zur Verfügung stehen soll.
Auf Basis der engeren Zusammenarbeit von GBA und WLV werden gemeinsame Forschungsprojekte ausgearbeitet, Gerätschaften gemeinsam genutzt und gemeinsame Veranstaltungen, besonders Schulungen und Seminare, durchgeführt. Ziele der Kooperation sind, Synergien zu nutzen, Wissenschaft und Öffentlichkeit hochqualitative Langzeit-Daten zur Verfügung zu stellen und zur Wissensbildung – und somit zu nachhaltigen Lösungen zum allgemeinen Schutz des Lebens und der Lebensqualität der Einzelnen – beizutragen.

» Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV)