22.05.2015 09:20

Die Geologische Bundesanstalt im Zentrum paneuropäischer Forschungsaktivitäten zum Thema geologische Energiespeicherung

Gruppenfoto der Geoenergie Expertengruppe der EuroGeoSurveys im Rahmen des Koordinationstreffens am 15. April 2015 an der GBA

Im heurigen Frühjahr war die Geologische Bundesanstalt Gastgeber zweier wichtiger Koordinationstreffen zum Thema geologische Energiespeicherung.

Den Beginn machte das Jahrestreffen des paneuropäischen Experten Netzwerkes CO2Geonet (The European Network of Excellence on the Geological Storage of CO2) im Zeitraum 16. März bis 18. März. Diese wissenschaftlich orientierte Plattform wurde 2008 gegründet und setzt sich gegenwärtig aus 26 Partnern aus 19 europäischen Ländern zusammen. Österreich wird in diesem Netzwerk seit 2013 durch die GBA vertreten. Auch wenn die geologische CO2-Speicherung in Österreich derzeit keine Bedeutung hat versucht die Geologische Bundesanstalt den Kontakt zur europäischen Spitzenforschung aufrecht zu erhalten, um ihre Rolle als Intermediär zwischen der europäischen und der nationalen Forschungslandschaft im Hinblick auf zukünftige Anwendungsformen, wie zum Beispiel die temporäre CO2-Speicherung für technische Anwendungen in der Geothermie oder der Energiespeicherung zu erfüllen.

» CO2Geonet Webseite

Im Zeitraum 14. Bis 15. April fand darüber hinaus die periodische Koordinationssitzung der Expertengruppe „Geoenergy“ der Europäischen Geologischen Dienste (EuroGeoSurveys) an der GBA statt. Im Rahmen dieses Treffens wurden neben einem Strategiepapier der EuroGeoSurveys zum Thema Geothermie Forschung in Europa auch aktuelle paneuropäische Projektvorhaben zum Thema Geoenergie diskutiert. In Kürze wird unter der Leitung des Geologischen Dienstes der Niederlande das Projekt „Estmap“ (Energy Storage Mapping and Planning) starten, welches im Auftrag der Europäischen Kommission für Energie europaweit Geospeicherpotenziale unterschiedlichster Anwendungsbereiche erhebt und in eine harmonisierte Datensammlung überführt.

» GeoEnergy Webseite

Die zuvor angesprochenen Netzwerkaktivitäten werden zudem durch die bilaterale Vorstudie „SolCav“ zwischen der Geologischen Bundesanstalt und dem Geologischen Dienst der Tschechischen Republik ergänzt. Im Rahmen von SolCav werden mittels Workshops Aspekte der Speicherung solarer Überschusswärme in Festgesteinskavernen diskutiert. Diese Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt ein zukünftiges Forschungsprojekt zum Thema Wärmespeicherung in Kavernen vorzubereiten. Dieses Konzept lässt sich natürlich auch für dezentrale Energiespeicher (Power to Gas Konzept) in Gebieten mit anstehendem Festgestein anwenden. Für weitere Auskünfte zum Thema Geoenergie an der Geologischen Bundesanstalt können Sie sich gerne an unsere Mitarbeiter » Gregor Götzl und » Piotr Lipiarski wenden.