ÜLG 66/F

Bergbaukartendokumentation ‐ Ergänzung Scanarchiv GBA III
2016
Systematischen EDV-gestützten Erfassung und Dokumentation aller Bergbaukartenwerke in den Sammlungsbeständen der Geologischen Bundesanstalt als Teil einer gemeinsam nutzbaren Bergbaukarten-Archivdaten-Verwaltung GBA – Montanbehörde und Verknüpfung mit rohstoffrelevanten Datenbanken der GBA
Ausschnitt aus der Übersichts-Karte des Radmerer Bergbaus (MANNLICHER, 1842; Bibliothek GBA; K IV 2686)
Informationsinhalte aus (historischen) Bergbaukartenwerken werden im zunehmenden Maße für verschiedene Planungs- und Sicherungsaufgaben in Altbergbaugebieten des Bundesgebietes benötigt. Um einen rascheren Zugriff auf diese Informationsquellen zu gewährleisten, war daher eine systematische Dokumentation der Sammlungsbestände historischer Bergbaukartenwerke in Österreich dringend erforderlich. In enger inhaltlicher und methodischer Abstimmung mit der Montanbehörde wurde im Rahmen von Vorprojekten bereits mit einer systematischen Erfassung und Dokumentation der umfangreichen Bergbaukartenwerke in den Sammlungen der Geologischen Bundesanstalt begonnen. Für diesen Zweck wurde ein spezifisches Archiverfassungssystem unter dem Titel „Zentrales Bergbaukarten-Verzeichnis Österreichs“ (ZBKVÖ) entwickelt, das mit dem in der Montanbehörde und im Bibliotheksinformationssystem der Geologischen Bundesanstalt verwendeten Archivdatenbanken voll kompatibel ist. Ziel der Projektschiene war der Aufbau einer gemeinsam von GBA und Montanbehörde für verschiedene Fragestellungen nutzbaren Bergbaukarten-Datenverwaltung. In den Sammlungsbeständen der Geologischen Bundesanstalt (Bibliothek, Lagerstättenarchiv, Friedrich-Archiv, Thalmann/Pirkl-Archiv) befinden sich nämlich über 21.000 Bergbaukartenwerke (Grubenkarten, montangeologische Karten, Profilschnitte, Bohrpunktkarten/Bohrprofile) zu österreichischen Bergbauen. Nach den Bergbaukartenbeständen der Montanbehörde besitzt die Geologische Bundesanstalt damit bundesweit den größten Bestand an bergbaurelevanten Kartenwerken. Nach der datenbankmäßigen Erfassung und scanmäßigen Dokumentation der Karten/Prospektionunterlagen aus den Planothekablagen wurde in den abschließenden Projektphasen die Scan-Archivierung von Karten aus den Ordnern des GBA-Lagerstättenarchivs durchgeführt (Gesamtstand 2018: 21.100 Scans). Um eine gezielte Nutzung dieser Bestände zu erleichtern, sind die erfassten Bergbaukarten mit der Datenbank des Bergbau-/Haldenkatasters verknüpft.

Die systematische Erfassung von Bergbaukartenwerken in den Beständen der Geologischen Bundesanstalt soll daneben auch dazu beitragen, die Wissensbasis über Vorkommen und Lagerstätten mineralischer Rohstoffe in Österreich wesentlich zu erweitern. Diese Daten sollen daher auch für die Belange der Rohstoffforschung, Mineralrohstoffwirtschaft, (Alt)bergbau-Sicherheit, Raumplanung und Montangeschichte über den Datenverbund mit der Montanbehörde verfügbar gemacht werden.

Als Ergänzung zur systematischen EDV-gestützten Erfassung und Dokumentation der Bergbaukartenwerke wurde in der gegenständlichen Projektabschlussphase anlassbezogen (Projekte UKW und Geothermie-Altbergbau) auch mit dem Georefenzieren regional ausgewählter Bergbaukarten begonnen.
Projektfacts
ProjekttitelScannen und georeferenzieren der Karten des Lagerstättenarchivs der GBA als Ergänzung zur systematischen EDV‐gestützten Dokumentation von Bergbaukartenwerken der Sammlungsbestände der GBA
ProjektkürzelÜLG 66/F
ProjektkurztitelBergbaukartendokumentation ‐ Ergänzung Scanarchiv GBA III
ProjektleitungDr. Albert Schedl
ProjektmitgliederDipl.-Ing. Bernhard Atzenhofer, Mag. Piotr Lipiarski, Mag. Irena Lipiarska
FachabteilungRohstoffgeologie
Zeitraum01.06.16 - 31.12.19
Finanzierung100% Bund (VLG)