MRI HTMetalle-ÖSK

Hochtechnologie-Metalle im ostalpinen Kristallin
2016
Das Pb-Zn-Cu-Fe-Ag-Metallsystem im Stubai-Ötztal-Silvretta-Kristallin: Chemische Untersuchungen zu Herkunft und Anreicherung von HT-Metallen mit einer Bewertung des ökonomischen Potentials
Mikro-RFA Element-Karte eines Sulfidanschliffs aus der Lagerstätte bei Tösens

Ziele: Ausarbeitung eines konkreten genetischen Modells für die Genese der Buntmetallerze im Ötztal-Stubai-Kristallin (ÖSK) samt Anreicherungsprozessen und Partitionierung von Spurenelementen in Sulfiden und co-genetischen (metamorphen) Phasen. Definition der Fluid- und Metallherkunft der primären Vererzung und Erarbeitung eines Verständnisses für die Partitionierung von Spurenelementen (HT-Metalle) in Sulfiden und anderen Phasen über Metamorphosegradienten hinweg. Das Ergebnis führt zu einer besseren Diskriminierung der Erzvorkommen gemäß ihrer chemischen Charakteristika und erlaubt die Ausarbeitung eines metallogenetischen Modells für die Lagerstättentypen in ihrem tektonometamorphen Kontext. Eine Mineralsystemanalyse wird mittelbare Rohstofferkundungskonzepte für HT-Metalle bestimmen, zum Beispiel in anderen Einheiten des ostalpinen Kristallins.

Beschreibung des Vorhabens: Schwerpunkt sind die recht zahlreichen und lokal bedeutenden Kupfer-Eisen-Blei-Zink-Vorkommen in den ostalpinen Kristallineinheiten, insbesondere jene im ÖSK. Zudem soll ein konkretes genetisches Modell für die Buntmetallerzgenese im ÖSK samt Anreicherungsprozesse und Partitionierung von Spurenelemente in Sulfiden und anderen metamorphen Phasen ausgearbeitet werden. Studienobjekt sind Erze der verschiedenen Kupfer-Eisen-Blei-Zink-Vorkommen im ÖSK, die teilweise bereits in petrographischen Arbeiten beschrieben worden sind./

Arbeitsmethodik: Untersucht werden folgende Aspekte: (1) Mikroskopische Bestimmung von Erzparagenesen und Equilibrierungsgefüge, (2) Gesamtgesteinsgeochemie an repräsentativen Proben, (3) In-situ-Mineralchemie (Neben- und Spurenelemente) von Sulfiden wie Sphalerit, Galenit, Chalcopyrit, und (4) stabile Schwefel-, Kohlenstoff- und Sauerstoffisotope und radiogene Blei-, Strontium- und Neodymiumisotope in Gesamtgestein, Sulfiden und co-genetischen Phasen. Die Analysen werden an der Universität Innsbruck und über Zusammenarbeit mit der MU Leoben, der Geologischen Bundesanstalt Wien und der Goethe-Universität Frankfurt durchgeführt.

» Endbericht von der MRI Lenkungsgruppe unter Vorsitz des BMBWF zur Approbation empfohlen: 01.04.2020

» Masterarbeit Pb-Zn Lagerstätte Schneeberg (Ridnaun, Südtirol)

» Universität Innsbruck
» Geologische Bundesanstalt
» Montanuniversität Leoben
» Amt für Geologie und Baustoffkunde der autonomen Provinz Bozen
» Goethe-Universität Frankfurt am Main

Projektfacts
ProjekttitelHochtechnologie-Metalle im ostalpinen Kristallin
ProjektkürzelMRI HTMetalle-ÖSK
ProjektkurztitelHochtechnologie-Metalle im ostalpinen Kristallin
ProjektleitungUniv. Ass. Dr. Thomas Angerer (Universität Innsbruck, Institut für Mineralogie und Petrographie)
ProjektmitgliederDr. Albert Schedl (Geologische Bundesanstalt Fachabteilung Rohstoffgeologie), Prof. Dr. Mag. Frank Melcher (Montanuniversität Leoben), Dr. Volkmar Mair (Amt für Geologie und Baustoffkunde der autonomen Provinz Bozen), Dr. Axel Gerdes (Goethe-Universität Frankfurt am Main Institut für Geowissenschaften), Prof. Peter Tropper (Universität Innsbruck Institut für Mineralogie und Petrographie)
Zeitraum01.09.16 - 31.07.18
FinanzierungGBA-Forschungspartnerschaften Mineralrohstoffe