Rohstoffe

Wiener Kopfsteinpflasters - zu einem Teil in Bögen verlegt. An den freien Stellen liegt Schotter und Pflastersteinehaufen.
Wiener Kopfsteinpflasters aus der Böhmischen Masse
© Geologische Bundesanstalt / Andreas Ortag

Die Gruppe der Baurohstoffe umfasst eine Reihe von Fest- und Lockergesteinen, die wegen ihrer physikalisch-technischen Eigenschaften in der Bauwirtschaft im Hoch-, Tief- und Verkehrswegebau verwendet werden. Im Vergleich zu anderen Rohstoffen hat ihre Bedeutung in den letzten Jahrzehnten rasant zugenommen.

Steirischer Erzberg mit den Stufen, die durch den Erztagebau entstanden sind. Erzberg von oben.
Erzberg: größte Erztagebau Mitteleuropas
© Abenteuer Erzberg

Kennzeichnend für Österreich ist die Vielfalt an meist wirtschaftlich nicht bedeutenden Kleinlagerstätten. Von den ehemals tausenden von Bergbauen haben nur wenige große Bergbaue in spezifischen Rohstoffsegmenten überlebt. Bei einigen Rohstoffen nimmt Österreich eine bedeutende Rolle im Weltbergbau ein.

Papierstapel aus rein weißem Papier
Hohe Weißewerte sind in der Papierindustrie gefragt.
© Geologische Bundesanstalt / Andreas Ortag

Trotz weiter Verbreitung sind Kalksteine, die die Kriterien von Industriemineralien haben, relativ selten. Sie entstanden meist in landunbeeinflussten Bildungsmilieus, z.B. Riffe, oder durch Metamorphose. Diese Rohstoffe werden für viele technische Produkte und zahlreiche industrielle Verfahren verwendet.

Ein Kind sitzt in der Sandkiste und baut Sandkuchen mit Kübel und Sandformen.
Weites Anwendungsspektrum von Sand in der Bauindustrie
© Franz Stürmer

Lockergesteinsablagerungen mit Kies, Sand und tonigen Rohmaterialien sind wichtige Rohstoffe für die Bauwirtschaft: In Österreich werden jährlich etwa 70 Millionen Tonnen Kies und Sand für den Bau von Wohnhäusern, Betriebsanlagen und Verkehrswegen verbraucht.

Detailaufnahme eines Motorrades von vorne - Licht und Teile des Motorblocks
Unterschiedlichste Metalle prägen unseren Alltag.
© Geologische Bundesanstalt / Andreas Ortag

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Metallogenetische Karten sollen die Beziehungen zwischen Geologie und Tektonik einerseits und Lagerstätten andererseits deutlich hervorheben. Derartige Karten können als Entscheidungsgrundlage für Prospektions- und Explorationsvorhaben, aber auch den Geowissenschaften zur Klärung verschiedenster Fragestellungen dienen.

Auf einem großen Platz mit aufgeschüttetenen Erdhaufen fährt im Hintergrund ein gelber Radlader. Überall stehen mehrere Paletten. Darauf sind Ziegel gestapelten. Einige haben eine rot-weiße Verpackung.
Laa an der Thaya (NÖ): Abbau von 17 Millionen Jahre alter Tonmergel.
© Geologische Bundesanstalt

Die großen Tonvorkommen Österreichs liegen in der Molassezone des Alpenvorlandes und im Wiener bzw. in den übrigen inneralpinen Becken. Die Kaolinlagerstätten konzentrieren sich am Südrand der Böhmischen Masse. Tone und Kaoline werden in der keramischen Industrie, in der Papierherstellung und in der Feuerfestindustrie eingesetzt.

Künstlich aufgeschüttete Hügel aus Steinen mit wenig niederer Begrünung darauf.
Jauken (Kärnten): Halden des einstigen Blei-Zink-Bergbaues
© Geologische Bundesanstalt

Die genaue raumbezogene Kenntnis der Bergbaue mit ihren Halden, die den Zeitrahmen von der Urgeschichte bis in die Gegenwart abdecken, ist die Grundlage für die Beantwortung zahlreicher Fragestellungen im Bereich der Rohstoff- und Umweltgeologie.

Eine kleine Elektrolokomotiven mit Wagon ohne Fenster. Aus den offenen Türen schauen Kinder. Sie tragen gelbe Jacken und Helme.
Die „Katl“ ist der ehemaligen Mannschaftszug des Erzberges.
© Abenteuer Erzberg

Schaubergwerke sind Zeugen der langen Bergbautradition Österreichs. Viele Bergbaue waren zudem auch Keimzellen der Besiedlung. Schaubergwerke eröffnen neue Sichtweisen auf die Arbeit und das Leben der Bergleute und die Herkunft der mineralischen Rohstoffe.