Rocky
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Vorfeld des Hochgebirges

Vom Wienerwald zum Bregenzerwald

Landschaft
Blick von der Autobahnraststation Mondsee (OÖ) nach Süden auf die sanft hügelige Flyschzone mit den Nördlichen Kalkalpen am Horizont. © Geologische Bundesanstalt
Waldlandschaft
Steil stehende Schichten im Naturdenkmal „Gspöttgraben“ (W) mit Blick auf den herbstlichen Wienerwald. © Geologische Bundesanstalt
Landschaft
Leopoldsberg (425 m), Donaudurchbruch und der Bisambergrücken (358 m) begrenzen das Wiener Stadtgebiet im Nordwesten. © Geologische Bundesanstalt

Südlich des Alpenvorlandes beginnen mit einer Mittelgebirgslandschaft die Ostalpen. Ihr nördlicher Rand verläuft von Greifenstein an der Donau in Ost–West-Richtung quer durch Nieder- und Oberösterreich bis Salzburg.

Bereits an der westlichen Stadtgrenze Wiens zeigt diese Landschaft ihren spezifischen Charakter, den sie vom Hermannskogel (542 m), dem höchsten Berg Wiens, über den Schöpfl (893 m), den höchsten Berg des Wienerwalds, bis zum Kolomansberg (1114 m) an der oberösterreichisch-salzburgischen Grenze beibehält: eine weitgehend bewaldete und stark gegliederte Mittelgebirgslandschaft mit sanften Formen. Ursache dieser typischen Morphologie sind leicht verwitterbare und großteils weiche Gesteine wie Mergelstein und Sandstein mit einzelnen Konglomeratlagen sowie die weit verbreiteten » Flyschgesteine.

Erst in Oberösterreich und im nördlichen Teil Salzburgs wird an mehreren Stellen der einheitliche Charakter dieser Landschaft unterbrochen: Im Vorland des Traunsees und Attersees sowie im Gebiet um den Irrsee und um den Wallersee wird die morphologische Eigenart dieser Zone unter einer eiszeitlichen Endmoränenlandschaft begraben.

Westlich der Salzach verläuft der Nordrand der Ostalpen durch Bayern und erreicht in Vorarlberg wieder österreichisches Gebiet. Hier bestimmen bewaldete Bergrücken mit Almen und Wiesen den Nordteil des Bregenzerwaldes, der nur in einigen Bereichen mehr als 1300 m Höhe erreicht. Aufgebaut wird dieser Teil des Bregenzerwaldes aus Mergelstein, Sandstein und Konglomerat. Diese verwittern leicht, sind daher von Bächen tief eingeschnitten und anfällig für Hangrutschungen. Die weichen Geländeformen werden noch durch auflagernde eiszeitliche Sedimente betont.

Im südlichen Bregenzerwald erreichen die Berge Höhen um 2000 m. Auch hier bewirkt der Flysch verbreitet die Ausbildung von bewaldeten Kuppen und weiten Talböden mit Wiesenflächen. Andere Bereiche bestehen aus Mergelstein mit dazwischen liegenden Zügen aus Kalkstein, welcher schroffe Felsformationen bildet. Die aus Kalk aufgebauten Rücken sind zum Teil verkarstet.
Die nördlichsten Hügel im östlichen Teil der Ostalpen sowie der nördliche Bregenzerwald werden von den hochgeschürften Teilen der Molassezone (Allochthone Molasse) aufgebaut.

Flyschgesteine bauen die » Rhenodanubische Flyschzone auf, welche ein Teil des Penninikums ist. Darin eingeschaltet sind die Mergel und Mergelsteine des Helvetikums, zu welchem auch die Kalkgesteine im mittleren Bregenzerwald gehören.

» Erdgeschichte

Österreichs geologische Entwicklungsgeschichte