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Kleine Lebewesen, große Bedeutung

Fossilien und Zeit

Grafik
Die Zeitspirale zeigt die Evolution der Lebewesen von Einzellern bis zum Auftreten des Menschen. © Geologische Bundesanstalt
Mikrofossil
Die fossile Spore eines Koniferen-Vorläufers besitzt Luftsäcke zur Verbreitung durch den Wind (mikroskopische Aufnahme; Größe 0,085 mm). © Geologische Bundesanstalt
Mikrofossil
Der fossile Einzeller Hantkenina mexicana ist eine kalkschalige Foraminifere (mikroskopische Aufnahme; Größe 0,45 mm). © Geologische Bundesanstalt
Fossil
Ammoniten sind typische Fossilien des Mesozoikums. Heraclites robustus (Durchmesser 16 cm) aus dem Hallstätter Kalk der späten Trias (OÖ). © Alice Schumacher
Mikrofossil
Der fossile Conodont Palmatolepis hassi ist Teil eines Kauapparates eines dem Lanzettfischchen ähnlichen, ausgestorbener Lebewesens (mikroskopische Aufnahme; Länge 1,2 mm). © Geologische Bundesanstalt

Die Entwicklung des Lebens auf der Erde ist durch Fossilien dokumentiert. Fossilien sind nicht nur wichtige Belege der Evolution, sie erlauben auch eine rasche Altersbestimmung für jene Gesteinseinheiten, in denen sie gefunden werden. So beruht auch die Gliederung der Erdgeschichte auf Fossilien. Geologische Zeitabschnitte sind entweder mit dem Erstauftreten oder dem Aussterben von Organismengruppen definiert. Am bekanntesten ist das Aussterben der Dinosaurier. Dieses einschneidende Ereignis markiert das Ende des Mesozoikums (Erdmittelalter) vor 66 Millionen Jahren.

Von der Biostratigraphie ...

Als Grundlage der » Stratigraphie dient das „Lagerungsgesetz“ von Nikolaus Steno. Dieses besagt, dass Gesteine, die in einer Schichtfolge unten liegen, älter sind als Gesteine, die oben liegen. Vorausgesetzt wird dabei, dass die Lagerung der Gesteine nicht durch gebirgsbildende Prozesse verändert wurde. Bei der Biostratigraphie wird mittels Fossilien das relative Alter der Gesteinseinheiten zueinander bestimmt. Stratigraphisch wertvolle Fossilien sind jene, die eine rasche Evolution zeigen, leicht zu gewinnen sind und häufig und in großen Mengen vorkommen. Solche Voraussetzungen erfüllen in erster Linie sehr kleine einzellige Organismen wie z.B. Foraminiferen (Mikrofossilien) oder bestimmte Algen (Nannofossilien). Aber auch Muscheln, Schnecken oder Ammoniten erlauben gute Altersdatierungen.

... zur Geochronologie

Bei fossilleeren metamorphen und magmatischen Gesteinen wird mittels der radiometrischen Altersbestimmung (Geochronologie) das absolute Alter eines Gesteins bestimmt. Die Grundlage ist der natürliche radioaktive Zerfall bestimmter Isotope von verschiedenen Elementen. So zerfällt 238Uran zu 206Blei mit einer Halbwertszeit von 4,47 Milliarden Jahren. Mit unterschiedlichen geochronologischen Methoden kann bestimmt werden, wann ein Mineral kristallisiert ist oder wann es unter eine bestimmte Temperatur abgekühlt ist. Für die Datierung von organischem Material aus den letzten 50 000 Jahren hat die Radiokarbonmethode große Bedeutung, die auf dem Zerfall von radioaktivem Kohlenstoff (14C) beruht.

Grafiken stehen für Unterricht und Lehre zur Verfügung.

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