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Vom Beginn geologischer Arbeiten

Von Geognosten und Professoren

Notizbuch
Die Geländearbeit, das Beobachten und Dokumentieren vor Ort, ist seit alters her die Grundlage aller geologischen Arbeiten. © Geologische Bundesanstalt
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Wilhelm Ritter v. Haidinger (1795–1871). Erster Direktor der k.k. geologischen Reichsanstalt. © Geologische Bundesanstalt
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Franz v. Hauer (1822 – 1899). Zweiter Direktor der k.k. geologischen Reichsanstalt. © Geologische Bundesanstalt
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Eduard Suess (1831 – 1914). Ordinarius für Paläontologie und Geologie an der Universität Wien. © Geologische Bundesanstalt
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Eduard v. Mojsisovics (1839 – 1907). Geologe und Gründungsmitglied des Österreichischen Alpenvereins. © Geologische Bundesanstalt

Die Suche nach Bodenschätzen war der Antrieb den geologischen Untergrund eingehend zu erforschen. Seit mindestens 6000 Jahren wissen die Menschen die Bodenschätze der Alpen zu nutzen: So alt ist Österreichs ältester Bergbau auf der Antonshöhe bei Wien-Mauer, wo Feuerstein gewonnen wurde. Die Suche nach Rohstoffen hält bis heute an, wenn auch durch geänderte Bedürfnisse die wichtigsten Rohstoffe heute Wasser, Kies, Sand, Ton, Erdöl und Erdgas heißen. Die Anfänge einschlägiger Forschungen reichen in das 18. Jahrhundert zurück, als einzelne Naturforscher ausgedehnte Reisen unternahmen und über ihre naturkundlichen Beobachtungen berichteten. So veröffentlichte ein Geognost (wie sich die Pioniere der Geologie nannten) im Jahre 1783 das Buch „Mineralogisch-botanische Lustreise von dem Berg Terglou in Krain, zu dem Berg Glokner in Tyrol, im Jahr 1779 und 81“.

Die Pionierzeit im 19. Jahrhundert

In der Pionierzeit erforschten zunächst geognostisch-montanistische Vereine und Museen das Land. 1835 wurde in Wien das k. k. Montanistische Museum, eine Ausbildungsstätte für Bergleute, gegründet. Die k. k. Geologische Reichsanstalt (nunmehr: Geologische Bundesanstalt) begann 1849 als Nachfolgeorganisation mit der systematischen geologischen Erforschung der habsburgischen Kronländer. Vordringlichste Aufgabe dieser Institution war und ist die flächendeckende Erstellung geologischer Karten.

Diese frühe Phase wurde von historisch bedeutsamen Forscherpersönlichkeiten geprägt: Wilhelm Ritter von Haidinger gründete die k.k. Geologische Reichsanstalt. Franz v. Hauer folgte ihm als zweiter Direktor. Eduard Suess war 1856 der erste Universitätsprofessor für Paläontologie und hatte ab 1861 auch die erste Professur für Geologie inne. Später setzte er sich für den Bau der Ersten Wiener » Hochquellenwasserleitung ein. Eduard v. Mojsisovics war noch als Student Gründungsmitglied des Österreichischen Alpenvereins (1862), ehe er mit Hilfe von Ammoniten die Gesteine der Kalkalpen grundlegend gliederte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Gründung der geowissenschaftlichen Institute an den Universitäten in Graz und Innsbruck.

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Österreichs geologische Entwicklungsgeschichte