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Die Gebirgsbildung der Alpen

Fünf Schritte vom Ozean zum Hochgebirge

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Blockbild (Detail) spätes Paläogen zur Gebirgsbildung der Alpen. Die Farben der geologischen Einheiten in den Schnitten entsprechen jenen in der Geologischen Karte. © Geologische Bundesanstalt
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Blockbild (Detail) späte Trias zur Gebirgsbildung der Alpen. Die Farben der geologischen Einheiten in den Schnitten entsprechen jenen in der Geologischen Karte. © Geologische Bundesanstalt
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Blockbild (Detail) später Jura zur Gebirgsbildung der Alpen. Die Farben der geologischen Einheiten in den Schnitten entsprechen jenen in der Geologischen Karte. © Geologische Bundesanstalt
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Blockbild (Detail) frühe Kreide zur Gebirgsbildung der Alpen. Die Farben der geologischen Einheiten in den Schnitten entsprechen jenen in der Geologischen Karte. © Geologische Bundesanstalt
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Blockbild (Detail) späte Kreide zur Gebirgsbildung der Alpen. Die Farben der geologischen Einheiten in den Schnitten entsprechen jenen in der Geologischen Karte. © Geologische Bundesanstalt

Späte Trias - vor ~ 220 Millionen Jahren

Der Rand von Pangäa zum Tethys-Ozean bildete als passiver Kontinentalrand den Untergrund des Alpinen Schelfs. Die im Perm gedehnte Lithosphäre kühlte in der Trias langsam ab und ermöglichte die Ablagerung mächtiger, überwiegend kalkiger Sedimentgesteine. Im Nordwesten befand sich eine größere Insel, die als Vindelizisch-Böhmisches Land bezeichnet wird.

Später Jura - vor ~ 150 Millionen Jahren

Im Jura öffnete sich der Penninische Ozean durch die Ostbewegung Afrikas („Gondwanas“) mit dem damit verbundenen „Adriatischen Sporn“ gegenüber Laurasia. Dadurch teilte sich der Alpine Schelf in den Helvetischen und Adriatischen Schelf zu beiden Seiten des neuen Ozeans. Gleichzeitig begann die Schließung des Tethys- Ozeans. Dabei wurden Teile von ozeanischer Lithosphäre auf den Rand des „Adriatischen Sporns“ obduziert. Im spätesten Jura bildete sich eine Seitenverschiebung innerhalb des „Adriatischen Sporns“.

Frühe Kreide - vor ~ 110 Millionen Jahren

Der Penninische Ozean verbreiterte sich in der Kreide durch fortgesetzte Neubildung ozeanischer Kruste. Aus der im Jura angelegten Seitenverschiebung entwickelte sich eine Plattengrenze, an welcher der nördliche Teil des „Adriatischen Sporns“ unter den südlichen abtauchte. Dabei wurden Sedimentgesteine von der nördlichen Platte abgeschert und formten als Decken gestapelt den frühen Orogenkeil. Der größte Teil dieser Platte wurde subduziert und metamorph. Vor knapp 90 Millionen Jahren bildeten sich Eklogite in mehr als 50 km Tiefe.

Späte Kreide - vor ~ 85 Millionen Jahren

In der späten Kreide lösten sich von der weiter subduzierten Lithosphärenplatte große Stücke der kontinentalen Kruste und stiegen als Decken aus metamorphen Gesteinen zur Oberfläche auf. Gemeinsam mit weiteren Sedimentgesteinen wurden sie in den Orogenkeil einbezogen. In der späten Kreide ragten bereits Teile des Orogenkeils als Inselketten aus dem Meer. Um 85 Millionen Jahre vor heute trat erstmals ozeanische Lithosphäre des Penninischen Ozeans in die Subduktion ein und es entwickelte sich ein Akkretionskeil aus Sedimenten des Ozeanbeckens.

Spätes Paläogen - vor ~ 30 Millionen Jahren

Nach der Schließung des Penninischen Ozeans kam es zur Kollision der Kontinente. Der Orogenkeil wurde weit über den Rand des „Alten Europa“ überschoben, wobei Teile des penninischen Akkretionskeils und Sedimentgesteine vom Helvetischen Schelf als Penninikum beziehungsweise Helvetikum eingebaut wurden. In tief versenkten Stücken der europäischen kontinentalen Kruste entstanden wiederum Eklogite. Ab 40 Millionen Jahren vor heute riss die seit der Kreide subduzierte Lithosphärenplatte ab. Dadurch erfolgte eine rasche isostatische Hebung, die zur Bildung der Alpen als Gebirge führte. Gleichzeitig verursachte das Aufdringen der Asthenosphäre Schmelzbildung, die zu Intrusionen und Vulkanismus führte. Die Auflast des Orogenkeils auf der Europäischen Platte drückte diese nach unten, wodurch das Vorlandbecken mit dem Molassemeer entstand. Sedimente vom Südrand des Vorlandbeckens wurden bis ins Neogen in den Gebirgsbau einbezogen.

Grafiken stehen für Unterricht und Lehre zur Verfügung.

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Österreichs geologische Entwicklungsgeschichte