Programm |
WISSENSCHAFTLICHE VORTRAGS- UND POSTERSESSIONEN
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EXKURSIONEN
Vorexkursionen am 22.09.2008 (Kostenbeitrag: E 1: EUR 10.-, E 2: EUR 20.-):
E 1: Naturstein und Denkmalpflege in der Wiener Innenstadt (Führung: H. Summesberger)
Nachmittagsspaziergang (2-3 Stunden) in der Wiener Innenstadt, Startpunkt Maria Theresiendenkmal vor dem Naturhistorischem Museum, ab 14.00 Uhr.
E 2: Soft-Sediment Deformation und Deformation von porösen Sanden: Strukturelle Highlights im südlichen Wiener und Eisenstädter Becken (Führung: Draganits, E., Exner, U., Grasemann, B.)
In dieser halbtägigen Vorexkursion werden zwei Sandgruben in der Nähe von Eisenstadt besucht, welche die geodynamische Entwicklung des Ostrandes des Wiener Beckens und des nördlichen Eisenstädter Beckens beleuchten. Beide Exkursionspunkte zeigen zahlreiche Deformationsstrukturen in schwach bis nicht verfestigten Sedimenten, die zusätzlich zu ihrer regionalen Bedeutung wichtige Einblicke in spezifische Deformationsmechanismen von Lockersedimenten bieten. Der erste Haltepunkt führt zu der sehr bekannten Sandgrube von Steinbrunn, die vor kurzem neu wieder freigelegt wurde. In Sanden und Tonen des Pannoniums ist eine subhorizontale, WSW vergente Antiform mit einigen Metern Amplitude dreidimensional aufgeschlossen. Aufgrund von mechanischen, geometrischen und regionalgeologischen Argumenten wird diese Struktur als synsedimentäre Rutschfaltung interpretiert. Der zweite Haltepunkt führt in die Sandgrube von St. Georgen, wo zahlreiche konjugierte Störungen in den kaum zementierten Sanden und Kiesen der Burgstaller Schotter (Badenium) eine extensionelle Deformation anzeigen, welche in Zusammenhang mit der nahen Eisenstädter Störung stehen. An Hand dieser Störungen sind die speziellen Eigenschaften und Mechanismen von deformation bands und deren Unterschiede zu spröden Störungen in Festgesteinen sehr anschaulich zu sehen.
Organisatorische Informationen: Die TeilnehmerInnen der treffen sich um 12 Uhr bei der Station Althanstrasse der Straßenbahnlinie D (Geozentrum). Die beiden Exkursionspunkte (Sandgrube Steinbrunn/Steinbruch St. Georgen) werden mit VW Bussen erreicht, wobei die Fahrzeit etwa 1 Stunde beträgt. Obwohl keine längeren Gehstrecken nötig sind, wird trotzdem ein festes Schuhwerk und wetterfeste Geländekleidung empfohlen. Die geplante Rückkehr zum Geozentrum ist 17.30 Uhr.
Nachexkursionen am 25.09.2008 (Kostenbeitrag E 3 – E 6: EUR 35.-):
E 3: Kalkalpine Schichtfolge und Strukturen im Wiener Wald (Führung: G. Wessely)
Exkursionsziele sind einerseits die steilgestellten tieferen Einheiten (Steinbruch Kritsch in Rodaun, Flösselgraben bei Kaltenleutgeben, ehemaliger Großaufschluss Kaltbrunn bei Kaltenleutgeben) andererseits die Strukturelemente an der Stirne der mittleren Einheiten (Ungarstein bei Sattelbach, Buchberg bei Alland).
Organisatorische Informationen: Die TeilnehmerInnen treffen sich um 8.00 Uhr vor dem Verkehrsamt (Josef Holaubek-Platz 1, gegenüber vom Universitätszentrum Althanstraße). Festes Schuhwerk und Regenschutz sind erforderlich. Rundwege im Gelände bis max. zwei Stunden. Für die Mittagsverpflegung (Lunchpaket) ist vorgesorgt. Rückkehr ca. 19.00 Uhr.
E 4: Die Mineraliensammlung von Stift Melk und der Themenweg „Löss & Wein“ in Furth bei Göttweig (Führung: H.G. Krenmayr)
Am Vormittag steht die Besichtigung der prachtvollen, erst im Jahre 2007 neu eröffneten Mineraliensammlung von Stift Melk auf dem Programm. Der Kustos der Sammlung, Pater Petrus Lehninger, wird persönlich durch die Sammlung führen. Anschließend Fahrt durch die Wachau und Mittagessen. Am Nachmittag Spaziergang (ca. 90 Minuten) durch den Hohlweg Zellergraben in Furth bei Göttweig, einer klassischen Lokalität der Löss(boden)kunde. Hier befindet sich der im Jahre 2003 eröffnete Themenweg Löss & Wein.
Organisatorische Informationen: Die TeilnehmerInnen treffen sich um 9.00 Uhr vor der Endstation der U4 in Hütteldorf. Die Anreise erfolgt voraussichtlich mit Dienstkraftfahrzeugen der Geologischen Bundesanstalt. Die Fahrzeit nach Melk beträgt ca. eine Stunde. Mittagesssen im Stifsrestaurant auf eigene Rechnung. Der Spaziergang durch den Zellergraben verläuft auf befestigten Wegen. Die Rückkehr nach Wien (U4-Station Hütteldorf) ist für 17 Uhr vorgesehen.
E 5: Werden und Vergehen einer Wettersteinkalk-Plattform (Führung: R. Lein & L. Krystyn)
Im Raum Palfau/Göstling (N.-Ö.) ist im Stirnbereich des Tirolikums der laterale Verband einer Wettersteinkalk-Plattform mit ihrem vorgelagerten (Reiflinger) Becken erhalten geblieben. Diese in Österreich einzigartige Situation ermöglicht die Erfassung der zeitlichen Entwicklung des Riffes sowie seiner Architektur im Zusammenhang von Subsidenz-Geschichte, Plattformrand-Morphologie und Beckenbathymetrie (Ganztagesexkursion mit ausgedehnter Fußwanderung).
Organisatorische Informationen: Die Teilnehmer/innen treffen sich um 7.30 Uhr bei der Metallplastik vor dem Biologiezentrum (=gegenüber der Haltestelle Althanstraße" der Straßenbahnlinie D). Das Exkursiongebiet wird mi 2 VW-Busssen angesteuert (Fahrzeit ca. 80 min.). Längere Wanderungen auch abseits von Forststraßen. Wetterfeste Geländekleidug und festes Schuhwerk sind wichtig. Mittagsverpflegung bitte selbst mitbringen. Voraussichtliche Rückkunft: ca. 20 Uhr.
E 6: Grobklastika in der allochthonen Vorlandmolasse am Ostende der Alpen (Führung: H. Gebhardt, S. Coric & R. Roetzel)
Die Schichtfolge der allochthonen Vorlandmolasse im Bereich der Kartenblätter Neulengbach und Tulln enthält mehrfach grobklastische Sedimente von teils bedeutendem Umfang und sehr wechselhafter Zusammensetzung. Exkursionsziele sind Ollersbacher Konglomerat (Egerium), Buchberg-Konglomerat (Eggenburgium), die blockführenden Sedimente des unteren Ottnangium (granitische Riesenblöcke) und Eichberg-Konglomerat (oberes Ottnangium). Die Sedimente wurden von offen marinen bis zu limnisch/fluviatil beeinflussten Bereichen abgelagert.
Organisatorische Informationen: Die TeilnehmerInnen treffen sich um 9.00 Uhr vor der Endstation der U4 in Hütteldorf. Die Anreise erfolgt voraussichtlich mit Dienstkraftfahrzeugen der Geologischen Bundesanstalt. Die Fahrzeit zum ersten Aufschluß (Starzing) beträgt ca. 45 Min. Mittagesssen im Landgasthaus auf eigene Rechnung. Es wird festes Schuhwerk empfohlen (unbefestigte Wege). Die Rückkehr nach Wien (U4- Station Hütteldorf) ist für 17 Uhr vorgesehen.
ABENDVERANSTALTUNG
Am Dienstag, 23. Sep. 2008 um 19.30 Uhr findet ein gemeinsames Abendessen in den stimmungsvollen Kellergewölben des Melker Stiftskellers (Schottengasse 3, 1010 Wien) statt. Vom Geozentrum kommend wird die Benützung der Straßenbahnlinie D ab Station Althanstraße und bis zur Station Schottentor empfohlen.
Geboten wird u.a. ein Heurigenbuffet, gepflegte Weine und selbstgezapftes Bier. Kurzfristige Nachmeldungen können in begrenztem Umfang im Tagungsbüro bis spätestens am 23. September, 13.30 Uhr entgegen genommen werden (Unkostenbeitrag EUR 30.-).
Programmänderungen bleiben vorbehalten.
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| Letzte Änderung am 10.09.2008 |