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Einführung

Seit dem Jahre 1978 werden in Österreich sytematisch geochemische Daten erhoben. Der Schwerpunkt lag und liegt dabei auf der Bach- und Flusssedimentgeochemie, die primär aus der Mineralrohstoffprospektion entwickelt wurde. Mit dem 'Geochemischen Atlas der Republik Österreich - Bachsedimente. Böhmische Masse und Zentralalpen' wurde 1989 ein wichtiges Zwischenergebnis publiziert. Im Rahmen von zahlreichen Rohstoff- und Naturraumpotentialprojekten wurden jedoch auch regional und lokal boden- und gesteinsgeochemische Daten zur Bewertung von Mineralrohstoffqualitäten und Umweltrisken eingesetzt. An Hand dieser Website können sie sich einen Überblick über die Lageverteilung vorhandener Daten, die Analysenparameter, die jeweils angewandte Methodik und die entsprechenden Projekte ein Bild machen. Hydro- und organogeochemische Daten ergänzen das Bild. Die zentrale Dokumentationsstelle für alle diese Daten ist die Geologische Bundesanstalt in Wien.


Bach- und Flusssediment-Geochemie

Die Sedimente der Bäche und Flüsse spiegeln den Gesteinsaufbau des jeweiligen Einzugsgebiets und dessen geochemischer Charakteristik wider. Im Feinanteil (Tonfraktion) dieser Sedimente werden gelöste Stoffe aus dem fließenden Wasser adsorbiert und damit gespeichert. Bach- und Flusssedimente sind daher bis zu einem gewissen Grad das „Gedächtnis“ der Gewässer. Die Mineralrohstoffprospektion hat sich dieses Phänomen bereits längere Zeit zunutze gemacht, Schwermetallverteilungen, die auf verdeckte Lagerstätten hinweisen, damit aufzuspüren. Aus der Methodik der Rohstoffprospektion leitet sich auch der häufige Einsatz der Kornfraktion <0.18mm als Analysenmedium ab. In den letzten Jahren wird auch die Kornfraktion <0.04mm verwendet, die im Feinanteil die Tonfraktion stärker angereichert hat. Diese erscheint für Umweltfragestellungen als Indikator geeigneter. Deswegen wird auch im Rahmen der systematischen Wassergüteuntersuchungen ( Umweltbundesamt) jährlich an dreihundert Stellen der österreichischen Fließgewässer die Kornfraktion <0.04mm der Fluss-Sedimente auf Schwermetallgehalte analysiert. Die Projekte, die zum „Geochemischen Atlas“ zusammengeführt wurden, basieren auf einer Multielementanalytik der Gesamtgehalte; in einzelnen regionalen Projekten wurde auch der Königswasseraufschluss für die Analytik gewählt.



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Bodengeochemie

Im Zuge von Rohstoffpotentialprojekten wurden häufig rasterförmig Böden (überwiegend C-Horizont) beprobt und an Hand eines Königswasseraufschlusses die jeweiligen Schwermetallkonzentrationen bestimmt. Diese Daten bieten indirekte Hinweise auf verdeckte Mineralisationen. Multielementanalytik von Gesamtgehalten in Böden (Bodenhorizonten) bildeten in Forschungsprojekten einerseits Indikatoren für Umweltbelastungen aus Vererzungen oder Bergbau- und Verhüttungsresten (Halden) sowie andererseits regional die Brücke zu den systematischen Bodenzustandsinventuren in Österreich.

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Gesteinsgeochemie

Geochemische Analysen von Gesteinen charakterisieren ihre Zusammensetzung und ermöglichen Hinweise auf ihre Entstehung. Eine Fülle von Daten bezieht sich auf die Qualität von Gesteinstypen als Mineralrohstoff. Bei der Rohstoffprospektion wird Gesteinsgeochemie eingesetzt, um die Trägergesteine von Mineralisationen zu erkennen und zu beschreiben.

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Hydrochemie

Seit Jahrzehnten werden im Labor der Geologischen Bundesanstalt Wässer nach gleichbleibend hohem Standard analysiert. Von tausenden Probepunkten an Quellen, Grundwässern ud Oberflächenwässern liegen hydrochemische Vollanalysen vor. Bei einem großen Prozentsatz dieser Analysen wurden auch Spurenelementkonzentrationen gemessen.

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Geochemische Analytik an Pflanzen

Im Bereich von Mineralisationen, Bergbauhalden oder ehemaligen Hüttenstandorten stellt sich immer wieder die Frage, ob und in welchem Ausmaß ein Transfer von Schwermetallen vom Gesteinsuntergrund über Böden zu Pflanzen stattfindet. Deshalb liegen auch Datensätze mit Multielementanalytik an verschiedenen Pflanzen oder Pflanzenteilen aus unterschiedlichen Gebieten Österreichs vor.

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