Steinsichten
Ein Teil der Oberösterreichischen Landesausstellung 2008

 

Die Oberösterreichische Landesausstellung 2008 widmet sich dem Thema „Salzkammergut“ und findet vom 29. April bis zum 2. November dezentral an 14 Standorten zwischen Laakirchen und Obertraun statt. Einen Überblick über das Thema bietet die Zentralausstellung im Schloss Ort bei Gmunden.

 

Foto: Links die Fahne mit dem Wappen von Gosau, in der Mitte die Fahne der Öberösterreichischen Landesausstellung und rechts die Fahne von Oberösterreich mit dem Wappen

Ein Ammonit ist Bestandteil des Gosauer Wappens (links).

 

Für die erdwissenschaftliche Gemeinde besonders interessant sind die Ausstellungen in Gmunden (Salzbergbau, Industriegeschichte), Hallstatt (prähistorischer Bergbau) und vor allem die „Steinsichten“ in Gosau-Hinterthal, die am 18. Mai 2008 von den oberösterreichischen Landesräten Dr. Hermann Kepplinger und Viktor Sigl sowie von Vertretern der lokalen Politik – Bürgermeister Gerhard Gamsjäger und Vizebürgermeister Mag. Rainer Posch – eröffnet wurde. Es wäre nicht das Salzkammergut, wenn sich nicht rechtzeitig am Vorabend Regenwetter angekündigt hätte, sodass noch in der Nacht ein Festzelt aufgestellt werden musste, in dem die Eröffnung ab 10 Uhr vormittags ungestört über die Bühne gehen konnte.

 

Die „Steinsichten“ finden am Fuße des Gosaukammes im „Paarhof“ statt, einem historischen bäuerlichen Ensemble, das durch einen großen hölzernen Stadl ergänzt wurde. Die Hauptarbeit bei Konzeption und Gestaltung leistete der Geologe Dr. Gerhard Mandl von der Geologischen Bundesanstalt, unterstützt von einem Bundesanstalts-Geologen im Ruhestand, Dr. Harald Lobitzer. Die Rolle der Geologischen Bundesanstalt beim Zustandekommen der Ausstellung wurde auch von allen Festrednern ausführlich gewürdigt.

 

Der Inhalt der „Steinsichten“ wird auf der Website der Landesausstellung - www.landesausstellung.at – mit folgenden Worten vermittelt:

 

Spannendes und Wissenswertes rund um die Themen Geologie und Biologie gibt es in Gosau zu entdecken. Das Freilichtmuseum Paarhof und der Jagerbauerstadel vermitteln erlebnisreiche Einblicke in die Vorgänge der Gebirgsbildung und die allmähliche Veränderung der alpinen Landschaft: Anhand eines großen Karstwasserfelsen lassen sich faszinierende Einblicke in die Kraft der Erosion gewinnen und der Tiefseelift entführt die Besucher zurück ins Urmeer Thetys.

 

Der Familien-Erlebnispark bietet darüber hinaus ein für jede Wetterlage geeignetes Programm für Jung und Alt: An acht Stationen lässt sich spielerisch die Entstehung der Erde und ihrer Lebewesen mitverfolgen. Insgesamt 25 verschiedene interaktive Spiele fördern Geschicklichkeit, Beweglichkeit und Körpergefühl. So heißt es dann beispielsweise gemeinsam mit den räuberischen Panzerfischen des Ordoviziums im Süßwasser treibende Fischeier zu fangen oder mit dem Flugsaurier vom Jura in die Kreidezeit zu reisen.

 

Einen weiteren Höhepunkt bildet der Themenweg durch das lange unberührte Löckernmoos, der ohne einen einzigen Metallnagel errichtet wurde. Nur etwa eine Viertelstunde von dieser einzigartigen Landschaft entfernt befindet sich das 1400 Meter hoch gelegene Steinhauerdorf. Einer der Steinbrüche wurde für die Landesausstellung wieder hergestellt, sodass die hier seit dem 16. Jahrhundert bezeugte Handwerkstechnik der Schleifsteingewinnung sowie die Schürfrechte bewahrt und aufrechterhalten werden können.

 

Einige Fotos sollen einen Eindruck von Ausstellungsort, Eröffnung und Gestaltung geben:

 

Foto: Der Ammonit ist das Wahrzeichen der Ausstellung Steinsichten. Er weist den Weg zum Ausstellungsgelände.

Der Ammonit weist den Weg zur Ausstellung Steinsichten.

 
Foto: Eingang zum Freilichtmuseum Paarhof

Eingang zum Freilichtmuseum Paarhof.

 
Foto: Der Paarhof. Im neuen Stadl (rechts) ist die Ausstellung untergebracht.

Im neuen Stadl (rechts) ist die Ausstellung untergebracht.

 
Foto: Marschierende Blasmusik

Ohne ordentliche Blasmusik geht im Salzkammergut nichts.

 
Foto: Schallbecher eines Waldhorns

Im Waldhorn spiegelt sich die Welt.

 
Foto: Kinder-Trommelgruppe im Festzelt

Eine Trommelgruppe vertritt die Moderne.

 
Foto: Festgemeinde im Festzelt

Die Festgemeinde (in der Mitte die Landesräte Sigl und Kepplinger).

 
Foto: Bürgermeister Gamsjäger am Rednerpult

Bürgermeister Gerhard Gamsjäger begrüßt die Ehrengäste – unter Anderen auch die Leitung der Geologischen Bundesanstalt (die allerdings mit Fotografieren beschäftigt war).

 
Foto: Landesrat Siegl am Rednerpult, dahinter das Wappen von Gosau

Landesrat Viktor Sigl bei seiner Eröffnungsansprache.

 
Foto: Dr. Gerhard Mandl und Dr. Harald Lobitzer inmitten der Festgemeinde

Dr. Gerhard Mandl (GBA) und Dr. Harald Lobitzer (ehemals GBA) lauschen der Würdigung ihrer Leistungen.

 
Foto: Dr. Gerhard Mandl führt die Ehrengäste durch die Ausstellung.

Dr. Gerhard Mandl (GBA) führt die Ehrengäste durch die Ausstellung.

 
Foto: Ein Lebensbild aus der Kreidezeit, nachgestellt mit echten Fossilien.

Ein Lebensbild aus der Kreidezeit, nachgestellt mit echten Fossilien.

 
Foto: Schautafel und Erklärung zur Entwicklung der Cephalopoden (Kopffüßer)

Die Entwicklung der Cephalopoden (Kopffüßer).

 
Foto: Parapuzosia seppenradensis – der größte Ammonit aus den Gosauschichten.

Parapuzosia seppenradensis – der größte Ammonit aus den Gosauschichten.

 
Foto: Modell eines Riffes in der Triaszeit

Modell eines Riffes der Trias mit echten Fossilien.

 
Foto: Schautafel zur Sedimentation

Was sich bei der Sedimentation wirklich abspielt.

 
Foto: Modell von verschiedenen Meeresbewohnern. Aus den Überresten dieser Tiere entsteht Kalkstein.

Aus all diesen Lebewesen entsteht Kalkstein.

 
Foto: Schautafel zur Kalkgenese

Wie der Dachstein und der Gosaukamm entstanden sind.

 
Foto der Schautafel die den verschneiten Dachstein und die Rieseneishöhle zeigt.

Geologie ist … Eiszeit: König Dachstein.

 
Foto der Schautafel Geologie ist Veränderung.

Geologie ist … Veränderung: Erosion und Landschaft..

 
Foto: Modell zur Erklärung des Karstphänomens. Im Inneren eines sehr realistisch nachgebildeten Felsens fliesst das Wasser in Klüften und Höhlen

Hier rauscht es im Karst.

 
Foto: Modell einer Mure; im Inneren des Modells werden Muren und Bergstürze in einem Film gezeigt.

Geologie ist … Gefahr: Spektakuläre Muren und Bergstürze im Film.

 
Foto: Bürgermeister Gamsjäger vor der Schautafel zur Gosauer Schleifsteinerzeugung.

Geologie ist … Kultur (Gosauer Schleifsteinerzeugung).

 
Foto: Familien-Erlebnispark mit Wasserläufen und Brücken.

Noch nicht ganz fertig, aber schon in Benützung: Familien-Erlebnispark.

 

Öffnungszeiten

 

Paarhof

29. April 2008 bis 02. November 2008, täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr.

 

Themenweg Löckernmoos mit Schleifsteinbrüchen

08. Juni 2008 bis 30. September 2008, täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr.

 

Preise

 

4,50 €; Paarhof mit Familien-Erlebnispark: 8,50 €
Ermäßigt: 2,40 €; Paarhof mit Familien-Erlebnispark: 5,90 €
Schüler im Klassenverband: 1,80 €; Paarhof mit Familien-Erlebnispark: 4,50 €
Familie mit OÖ Familienkarte: 9,50 €
Familie ohne OÖ Familienkarte: 11,50 €; Paarhof mit Familien-Erlebnispark: 16,70 €
Führung: 1,50 €; Führungen beim Themenweg Löckernmoos mit Schleifsteinbrüchen 7,00 €
Führung Schüler im Klassenverband: 1,00 €; Führungen beim Themenweg Löckernmoos mit Schleifsteinbrüchen 3,50 €

 

 

Kontakt

 

Tourismusbüro Gosau
Gosau 547
4824 Gosau
Tel: +43 (0)6136-8295
Fax: +43 (0)6136-8295 - 34
grill@inneres-salzkammergut.at

 

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