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Fachabteilung Zentralarchiv

 

Schon im ersten Organisationsstatut des Gründungserlasses von 1849 war die Einrichtung eines Archivs gesetzlich vorgeschrieben. Der erste Archivvorstand des Hauses war Graf Friedrich August Marschall. Die von ihm angelegte Registratur und die von ihm geführten Protokollbücher mit alphabetischem Register enthalten alle wichtigen meist handschriftlichen Dokumente und Arbeitsunterlagen, Korrespondenzen, Ministerialerlässe, die Feldberichte der Geologen und Werkmanuskripte.
Nach dem Zusammenbruch der österreichisch- ungarischen Monarchie wurde von 1918 bis 1938 eine Abteilung "Museum und Archiv" geführt. In der NS-Zeit wurde neben dem Archiv mit der Gründung von "Karteien" begonnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weitere "Karteien" eingeführt, denen der wissenschaftliche Teil des Archives angeschlossen war. Traditionell werden daher von den Fachabteilungen der Hauptabteilung Angewandte Geowissenschaften eigene Archive geführt.

Im Zuge der Reorganisation der Geologischen Bundesanstalt nach 1975 wurde zunächst die Kartensammlung der Bibliothek angegliedert.
Später ergab sich die Notwendigkeit, für die geologischen Manuskriptkarten eine eigene Sondersammlung "Wissenschaftliches Archiv" einzurichten. Gleichzeitig wurden die Feldtagebücher, Gutachten und Manuskripte aller Art dieser Sammlung einverleibt. Erst 1995 wurde der Entschluss gefasst, Bildmaterial (Zeichnungen, Tiefdrucke, große Fotografien) in einer eigenen Sammlung aufzubewahren. Dieses Material war bis zu diesem Zeitpunkt weder inventarisiert noch über Findmittel zugänglich.

 

Protokollbücher

 

Die im Amtsarchiv der GBA verwahrten Protokollbücher dokumentieren den Ein- und Ausgang des Schriftverkehrs der 1849 gegründeten k.k. Geologischen Reichsanstalt. Die handgeschriebenen Bücher besitzen am Ende jeweils ein Register, das den Einstieg in die Arbeit mit den historischen Materialien erleichtert.

 

1850 - 1918

 

1919 – 1939
Foto: Skizze aus dem Feldtagebuch von Michael Vacek (1848-1925), die er anlässlich seiner Begehungen der Glarner Alpen in den Jahren 1880 und 1881 angefertigt hatte.

Skizze aus dem Feldtagebuch von Michael Vacek (1848-1925), die er anlässlich seiner Begehungen der Glarner Alpen in den Jahren 1880 und 1881 angefertigt hatte.
Die Feldtagebücher bilden eine eigene Gruppe innerhalb des Wissenchaftlichen Archivs der Bibliothek.
Auch andere Geologische Dienste sammeln und bewahren die Feldtagebücher ihrer Geologen für
wissenschaftliche Zwecke auf.

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