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Methodische Mineralrohstoff-Studien
Diese Projektlinie forciert die integrative Sichtweise auf die Rohstoffgeologie
und ihre komplementären Disziplinen Geophysik, Geochemie, Hydrogeologie, Ingenieurgeologie,
auch Bergbaugeschichte. Angestrebt werden Vorhaben in Zusammenarbeit mit Raumplanern, Landschaftsplanern,
Kulturtechnikern aus dem Bereich der Landesdienste, der Universitäten und privaten Ingenieurbüros.
Output sollen Entwicklung und Design multidisziplinärer Tools für erdwissenschaftliche
Auswertungen mit Bezug zu Mineralrohstoffen und Nachhaltigkeit sein, die als Grundlagen für
Umweltmediation (WYTRZENS et al., 2001) dienen können.
- Ein Ausgangspunkt für diese Projektlinie sind die von der Geologischen Bundesanstalt abgewickelten BBK-Projekte
OC-10/OC-10a (Bewertung der planerischen Sicherungswürdigkeit von Massenrohstoffen, LETOUZÉ-ZEZULA
et al., 1999), mit der Absicht die Dynamik des regionalen Bedarfs (bei aus dem BBK-Projekt OC-16b
erwartbaren Grundlagendaten) besser in das Modell einzubinden.
- Im Hinblick auf die Gestaltung rohstoffwirtschaftlicher Planungsinstrumente kündigen
sich aus dem BBK-Projekt OC-16a (Volumetrierung von Massenrohstoff-Reserven, REITNER & LETOUZÉ-ZEZULA,
in Arbeit) entwicklungsfähige Ergebnisse an.
- Ausgehend von den Ergebnissen des Auftragsforschungsprojektes "Pilotstudie
zur Einschätzung der Verlässlichkeit von Satellitendaten bei der Auswertung dynamischer
Kenndaten von oberflächennahen Mineralrohstoff-Abbauen" (PFLEIDERER, 2001) wird das
Augenmerk auch weiterhin der Praxistauglichkeit eines satellitengestützten, GIS-verknüpften
Monitoring von Mineralrohstoff-Abbaustellen im Hinblick auf den Bedarf an aktuellen Abbau- und
Reservedaten gelten.
- Der Problemkreis "Bergbaubedingte Risikopotentiale" (historische Bergbau-, Aufbereitungs-
und Hüttenstandorte) wird in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt beziehungsweise anderen kompetenten
Kooperationspartnern konkreten Bearbeitungsstrategien zuzuführen sein, für die an
der Fachabteilung Rohstoffgeologie bereits Pilotstudien realisiert wurden ("Bergbau-/Haldenkataster").
In einem spezifischen Projektvorhaben im Rahmen der Kulturlandschaftsforschung (MU-7/TU-17a)
wurde beispielsweise ein Screening- und Bewertungsmodell für historische Bergbau- und Hüttenstandorte
im Hinblick auf Umweltrisiken sowie Folgenutzungspotentiale entwickelt und an konkreten Typsituationen
in den Kitzbühler Alpen getestet. Damit liegt nunmehr ein Bewertungs-Werkzeug vor, das
in Verschneidung mit dem Bergbau- und Haldenkataster erlaubt, österreichweit historische
Bergbau- und Hüttenstandorte auf Risken und Potentiale rasch und ökonomisch zu untersuchen
und zu bewerten.
- Die Kompetenz der Geologischen Bundesanstalt zu den Themen "Nachhaltigkeit", "Stoffflüsse"
und "ökologisch orientierte Bewirtschaftung des Naturraumes" in Zusammenhang
mit Mineralrohstoffen wird durch interdisziplinäre Forschungsprojekte mit in diesen Fachbereichen
relevanten Institutionen auszubauen sein.
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