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Kohlenwasserstoffe
Die Österreichisch-Ungarische Monarchie war beziehungsweise das heutige Österreich ist im globalen Kontext nicht nur ein Pionierland der Kohlenwasserstoff-Exploration und -Gewinnung, sondern für die Verhältnisse am europäischen Festland weiterhin ein bedeutendes Erdöl-/Erdgasförderland. Das Wiener-Becken-Erdölfeld Matzen gilt nach wie vor als größtes mitteleuropäisches Ölfeld. Aus dem Wiener Becken samt seinem autochthonen Untergrund sowie aus der nieder- und oberösterreichischen Molassezone werden etwa 1 Million Tonnen Erdöl jährlich (konstant) und über 1,5 Milliarden Kubikmeter Naturgas (mit steigender Tendenz) gewonnen. |
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Österreich kann seinen Erdölbedarf zu 12 % und seinen Erdgasbedarf zu etwa 22 % aus eigenen Lagerstätten decken (ANEP, 2001). Der österreichische Gesamtverbrauch an Primärenergie weist gegenüber den globalen, aber auch gegenüber den westeuropäischen Werten dank der Wasserkraft und trotz Verzicht auf Kernkraft einen höheren Anteil an erneuerbaren Energieträgern auf.
Die Datensammlung der Fachabteilung Rohstoffgeologie zum Thema Kohlenwasserstoffe, das so genannte "Erdölarchiv", ist die einzige zentrale Sammlung von
Diese Bohrdaten bestehen einerseits aus den administrativen Daten zu den Bohrungen (Ansuchen, Lagepläne, Bewilligungen, Profile, Logs) und den Bohrergebnissen selbst, wie sie von den Firmen zum Beispiel in einem Abschlussbericht präsentiert werden. Die Aufstellung erfolgt alphabetisch, alle Bohrdaten sind auch über eine Handzettelkartei zugänglich.
Dazu gibt es in der Unterlagensammlung
Wenngleich im Fachbereich Kohlenwasserstoffe im Normalfall keine eigenen Projekte abgewickelt werden, übt die Geologische Bundesanstalt eine Drehscheibenfunktion zwischen den österreichischen Kohlenwasserstoff-Firmen, der erdwissenschaftlichen Öffentlichkeit des Landes und der Grundlagenforschung im Haus aus, die in den letzten Jahren intensiviert werden konnte. Von der Exploration der in Österreich tätigen Firmen gehen unerhört wichtige Impulse für die Grundlagenforschung aus. Diese werden von den Firmen bereitwillig an die BerufskollegInnen der Universitäten und der Geologischen Bundesanstalt weitergetragen.
Die jährlich im Februar stattfindenden "Erdölreferate der Geologischen Bundesanstalt" sind Informationsveranstaltungen über Ergebnisse des geologischen Aufschlusses der "Erdölfirmen" im jeweils abgelaufenen Jahr, die den Informationsaustausch zwischen der Geologischen Bundesanstalt und den Firmen beziehungsweise der Firmen untereinander vertiefen. Statistische Daten der heimischen Kohlewasserstoffsuche und -gewinnung werden bei dieser Gelegenheit öffentlich bekanntgegeben. Seit 1989 werden auch internationale Kenndaten der Kohlenwasserstoffgewinnung und der Reservensituation in die digitale Präsentation einbezogen. Für diesen Anlass werden eigene zusammenfassende Darstellungen zur inländischen Bohr-, Produktions- und Reservenstatistik sowie zu internationalen Produktions- und Reservedaten erarbeitet, an die Presse weitergegeben und im Internet veröffentlicht. Diese Schaubilder werden auf Wunsch auch digital an die "Erdölfirmen", an Behörden, an den Erdölfachverband, an einschlägige Universitätsinstitute in Wien und Leoben, an das Naturhistorische und das Technische Museum in Wien weitergegeben.
Zusammenstellung von Übersichten
Beantwortung von einschlägigen Anfragen aus der Öffentlichkeit, zumeist im Zusammenhang mit Bohraktivitäten oder Kohlenwasserstofffunden.
Meta-Datenbank Kohlenwasserstoff-Bohrungen Die digitale Zusammenfassung der wichtigsten Kenndaten (beispielsweise zu Lage und Bohrtiefe) aller österreichischen Kohlenwasserstoffbohrungen und die Einbindung in ein internes Geo-Informationssystem gehört zu den aktuellen Vorhaben der Geologischen Bundesanstalt. Dabei wird übereingekommen, dass geologische Informationen selbst nur mit Zustimmung des Eigentümers der Bohrdaten, gegebenenfalls mit Zustimmung dessen Rechtsnachfolgers abgegeben werden dürfen.
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