Fachabteilung Rohstoffgeologie MitarbeiterInnen
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Arbeitsschwerpunkte

 

Nach der intensiven Prospektionsphase der 70er und 80er Jahre ist eine konkrete Suche nach neuen nutzbaren Vorkommen von Erzen, Kohle und klassischen Industriemineralen zur Zeit nicht Schwerpunkt der Arbeiten der Fachabteilung Rohstoffgeologie bzw. des Rohstoffprogramms zur Vollziehung des Lagerstättengesetzes insgesamt. Die Zeit der "Ruhe" auf diesem Sektor wird jedoch genutzt, um Ergebnisübersichten und integrative Auswertungsunterlagen zu erstellen beziehungsweise daran mitzuwirken und dabei die gesammelten Daten und Ergebnisse auf digitale Zugriffsmöglichkeiten umzurüsten.

Neuer Blick
auf alte Bodenschätze

 

Erze, Kohlen
und klassische Industrieminerale


Kohlenwasserstoffe

Mineralische Baurohstoffe

 

 

Rohstoff

Aktive Bergbaue

in Österreich 1999

Anzahl der Bergbaue

Mineral

Förderung 1999

Kohle

Köflach-Voitsberg, Lukasberg

2

Braunkohle

1,137 Millionen Tonnen

Erze

 

Gesamt

2,20 Millionen Tonnen

Erzberg

1

Siderit

1,75 Millionen Tonnen

Waldenstein

1

Hämatit, Eisenglimmer

0,04 Millionen Tonnen

Mittersill

1

Wolframerz

0,41 Millionen Tonnen

Salz

Altaussee, Bad Ischl, Hallstatt

3

Steinsalz (Sole)

2,7 Millionen Kubikmeter

Klassische Industrie-
minerale

 

Gesamt

2,0 Millionen Tonnen

Trandorf, Kaisersberg

2

Grafit

0,003 Millionen Tonnen

Bächental

1

Ölschiefer

0,0005 Millionen Tonnen

Rabenwald, Kleinfeistritz

2

Talk

0,13 Millionen Tonnen

Kriechbaum-Weinzierl-Mistlberg, Aspangberg-Zöbern

2

Kaolin und Leukophyllit

0,15 Millionen Tonnen

Veitsch, Oberdorf, Gulsen, Breitenau, Millstätteralpe, Hochfilzen

6

Magnesit

0,75 Millionen Tonnen

Preinsfeld, Puchberg, Tragöß-Oberort, Grundlsee, Moosegg-Abtenau, Spital am Pyhrn, Weißenbach

7

Gips, Anhydrit

1 Millionen Tonnen

Kenndaten der aktiven Bergbaue in Österreich 1999 (Österreichisches Montan-Handbuch, 2000)

 

Der kleinen Anzahl von aktiven Bergbauen stehen eine Vielzahl von Indikationen und Vorkommen von Erzen, Kohle und klassischen Industriemineralen gegenüber, zu welchen geologische Informationen oder Informationen über alte bergbauliche Nutzung in der Unterlagensammlung der Geologischen Bundesanstalt aufliegen. Sie sind es, die unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtet einen unerschöpflichen Wissens-Rohstoff für vielfache Aus- und Bewertungen darstellen:

  • Rohstofferkundung
  • Rohstoffnutzung im Falle geänderter Rahmenbedingungen
  • Bergbaufolgerisken
  • Umweltfragestellungen
  • Natur- und Landschaftsschutz, Geotopforschung
  • Human- und Veterinärmedizin
  • Geotechnik
  • Hydrogeologie und Trinkwasser
  • Geologische Landesaufnahme
  • Geowissenschaftliche Grundlagenforschung
  • Archäologie, Geschichte, Geotourismus

Der geowissenschaftliche Hintergrund der österreichischen Mineralrohstoff-Lagerstätten und -Vorkommen wurde von WEBER, 1997 in der Metallogenetischen Karte von Österreich 1:500.000 übersichtlich zusammengefasst, dargestellt und erläutert (CD-Rom IRIS, WEBER, 1999 ff).

 

Impressum   Letzte Änderung am 10.12.2009  Home