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Nannoplanktonlabor Als "Nannofossilien" werden alle Fossilien bezeichnet, die kleiner als 3 Hunderstel Millimeter sind. Vorwiegend handelt es sich bei diesen Kleinstfossilien um ovale oder sternförmige Kalkplättchen, welche Teile der Gehäuse von Meeresalgen (Coccolithophoriden) waren. Diese Teile werden Coccolithen genannt.
Kalkige Nannofossilien treten in der Erdgeschichte zum ersten Mal vor etwa 220 Millionen Jahren auf. Trotz ihrer Winzigkeit gehören sie seit damals zu den wichtigsten gesteinsbildenden Organismen, da sie in ungeheuren Mengen vorkommen können. In einem Kubikzentimeter Sediment können Millionen dieser Fossilien enthalten sein. Coccolithen sind die kleinsten und häufigsten Fossilien der Erde.
Aufgrund ihrer Kleinheit, ihrer Häufigkeit und der schnellen Entwicklung neuer Arten und Gattungen haben Coccolithen enorme Bedeutung für die Altersbestimmung von Sedimentgesteinen. Das gilt vor allem dann, wenn nur kleinste Probenmengen zur Verfügung stehen, wie etwa bei der Alterseinstufung von Bohrkernen bei der Suche nach Kohlenwasserstoffen.
Coccolithophoriden sind auch in den heutigen Ozeanen die wichtigste Algengruppe. Sie stehen am Beginn der Nahrungskette. Da sie wie alle Pflanzen Licht brauchen, treiben sie als Plankton in den obersten Schichten der Wassersäule. Bei der Photosynthese binden die Coccolithophoriden Kohlendioxid und entziehen so riesige Mengen dieses Treibhausgases der Atmosphäre. Dadurch ist das Nannoplankton ein wichtiger Faktor für die globale Klimaentwicklung.
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Discoaster multiradiatus (BRAMLETTE & RIEDEL, 1954) |