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Fachabteilung Kristallingeologie

 

Die Kristallingeologie befasst sich mit dem Aufbau und der geologischen Geschichte von Gebieten, deren Felsuntergrund aus kristallinen Festgesteinen (zum Beispiel Granit, Basalt, Glimmerschiefer, Gneis) aufgebaut ist.

Aus den Ergebnissen der Geländearbeiten und der begleitenden Grundlagenforschungen werden Modelle erstellt, wie die Gebirgsbildung räumlich und zeitlich abgelaufen sein kann.

 

Untersucht wird, wie und wann Gesteinskörper entstanden sind: Ob aus Schmelzen (Magmatiten), den unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur gebildeten Umwandlungsprodukten (Metamorphiten) von Magmatiten, ihres Verwitterungsmaterials (Sedimente sandiger und toniger Zusammensetzung) oder aus chemischen Sedimenten (zum Beispiel Karbonate). Durch Versenkung und Umkristallisation entstehen daraus Gneise, Glimmerschiefer, Marmore und so weiter. Zur Untersuchung werden mikroskopische, strukturgeologische, chemische und geochronologische Methoden herangezogen.

Foto des Großglockners von der Glatzschneid aus gesehen

Der Großglockner von der Glatzschneid aus gesehen
(N Berger Törl, ÖK 153 Großglockner).
Der Gipfelaufbau des Großglockners besteht aus Prasinit. Es handelt sich bei diesem Gestein um den durch die Alpine Metamorphose umgewandelten Ozeanbodenbasalt des Penninischen Ozeans. Die Gipfelpyramide der Langen Wand, in der linken Bildhälfte vor dem Großglockner, besteht aus Kalkglimmerschiefer. Jener repräsentiert das nunmehr metamorphe, ehemals kalkige bis mergelige Sediment, welches in der Kreidezeit in die tiefmeerischen Bereiche des Penninischen Ozeans verfrachtet und am Ozeanboden deponiert wurde.

 

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