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Aerogeophysik der FA Geophysik in Süditalien
Die Fachabteilung Geophysik führte im November 2002 zum zweiten Mal nach 1999 aerogeophysikalische Messungen auf Vulcano durch.
Gemeinsam mit italienischen und japanischen Kooperationspartnern wurde diesmal nicht nur die Insel Vulcano sondern auch ein mehrere Quadratkilometer großes Gebiet zwischen Vulcano und Stromboli beflogen.
Die Gebiete wurden sowohl aufgrund der Überschaubarkeit als auch wegen der bestehenden Gefahr eines möglichen, größeren Ausbruchs ausgewählt. Der letzte Ausbruch auf Vulcano fand 1888/90 statt. Während des Messprogramms entstanden zudem neue vulkanische Aktivitäten bei Panarea.
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Die Messungen erfolgten mit einem Hubschrauber der Type Ecureuil AS 350 B2. An einem 30 Meter langen Schleppseil wurde ein Cäsium-Magnetometer mitgeführt welches 10 mal pro Sekunde die Totalintensität des Erdmagnetfeldes maß. Zusätzlich wurden die genaue Position (GPS) und die Höhe des Hubschraubers über Grund sowie die Oberflächentemperatur (Infrarot) und die natürliche radioaktive Strahlung aufgezeichnet. Bei der Messung wurden mehrere parallele Bahnen in einem Abstand von 250 Metern und einer konstanten Höhe von 80 Metern über Grund beflogen. Insgesamt wurden in 12 Stunden circa 900 Kilometer geflogen. Nach der Datenauswertung liegt als Endprodukt eine Karte mit den Abweichungen des Erdmagnetfeldes vor.
Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, eine mittelfristige Prognose der vulkanischen Aktivitäten zu erreichen. Durch Messungen der Totalintensität des Erdmagnetfeldes in mehreren aufeinanderfolgenden Zeitabständen sollten sich Veränderungen im Untergrund durch Änderungen des Erdmagnetfeldes bemerkbar machen. In Kombination mit seismischen und geochemischen Untersuchungen soll versucht werden ein Vorhersagemodell zu entwickeln. |
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