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Elektromagnetik - Zeitbereich: TEM

 

TEM ist die Abkürzung für Transienten-Elektromagnetik (oder auch time-domain EM).
Durch eine im Gelände ausgelegte Drahtschleife werden Stromimpulse geleitet. Das dadurch entstehende elektromagnetische Feld durchdringt den Untergrund und induziert in elektrisch leitfähigen Bereichen Stromsysteme die wiederum elektromagnetische Felder induzieren (sogenanntes sekundäre Felder), deren Verhalten in Form von Abklingkurven an der Erdoberfläche gemessen wird. Geeignete Modelrechenprogramme führen diese Abklingkurven in Modelle des Untergrundes über.

 

Anwendung

  • Grundwasser
  • Hangrutschungen
  • Unterstützung der geologischen Kartierung
  • Deponien und Altlasten
  • Lagerstätten

 

Foto: Messgeräte auf einem mit Gesteinsblöcken durchsetzten Schneefeld im Hochgebirge; im Hintergrund weitere Gesteinsblöcke
Bestimmung der Mächtigkeit des Permafrostes auf einem Blockgletscher
mittels TEM-Messung

Grafik des Ergebnisses einer Transienten-Elektromagnetik Messung

 

TEM-Messung in Sedimentbecken.

Die Modellrechnungen ergaben eine Sedimentmächtigkeit von 239 Meter über einer hochohmigen Schicht (etwa 1000 Ohmmeter), die als Kristallin interpretiert wurde. Dieses Ergebnis korreliert sehr gut mit einer aus einer nahe gelegenen Bohrung ermittelten Tiefe des Kristallins von 230 Meter.

Impressum   Letzte Änderung am 11.11.2009  Home