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Aerogeophysik

 

Die Fachabteilung Geophysik führt seit 1980 in Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und Verteidigungsministerium aerogeophysikalische Messungen durch. Dieses in Kanada in den 60er-Jahren entwickelte Verfahren umfasste zunächst nur magnetische und elektromagnetische Messungen, welche im Zuge der Erzexploration zum Einsatz kamen.

Im Laufe der Zeit wurden diese Methoden um etliche Messgrößen erweitert und die Anwendungen dehnten sich auf die Bereiche Strahlenschutz, Grundwassererkundung und Umweltschutz aus (Messgeräte). Der Vorteil der entwickelten Methoden liegt in einer relativ schnellen, flächenhaften Informationserfassung über ein großes Gebiet.

Foto: Cockpit eines Hubschraubers: Links und rechts die Piloten, in der Mitte ein Bildschirm

Die Befliegung in Österreich erfolgt mit einem Hubschrauber der Type Agusta-Bell 212 des österreichischen Bundesheeres. In den meisten Fällen wird ein Gebiet in Profilen im Abstand von 200 Metern abgeflogen. Der Hubschrauber fliegt in einer konstanten Höhe von 80 Metern über Grund mit einer Geschwindigkeit von circa 100 Kilometer pro Stunde. Die Daten werden mit einer Sampling-Rate von 0.1 bis 1 Sekunde aufgezeichnet. Dies entspricht einem Messpunktabstand von 3 bis 30 Metern. Die Endprodukte dieses Verfahrens sind flächenhafte Darstellungen der einzelnen Messgrößen (Isolinienkarten). Die Messergebnisse und Auswertungen werden in Berichten der Geologischen Bundesanstalt für jedes einzelne Messgebiet festgehalten und können jederzeit eingesehen werden. Bis zum Beginn des Jahres 2002 wurden etwa 14% der Gesamtfläche Österreichs beflogen.

 

Aerogeophysik der Fachabteilung Geophysik in Süditalien

 

Einsatz von Hubschraubergeophysik bei der Naturraumanalyse von Wildbacheinzugsgebieten

 

Aeromagnetik - Alte Methode / Neue Bilder (Vortrag von R. Arndt, Berlin 2004)

 

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