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Am Alpenostrand war die Füllung der Einbruchsbecken
aus der Tertiärzeit mit vorwiegend
klastischem Sedimentmaterial zeitweise von
intensivem Vulkanismus begleitet, der genetisch als Ausläufer des Innerkarpatischen Vulkanbogens angesehen wird. Er wird als Spätfolge
der Kollision zwischen dem Ostalpin und dem stabilen Europa interpretiert, da
diese nicht nur Kompression im Bereich der
Subduktionszone, sondern im Rücken
des Gebirgskörpers (im sogenannten "Back-arc" -Bereich) auch eine
Krustendehnung bewirkte.
Im Osten Österreichs können im
Tertiär drei vulkanische Episoden unterschieden werden:
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Im mittleren Miozän (jüngeres
Baden) fanden zwischen 14 und 13 Millionen Jahren die ältesten Eruptionen
statt. Nach dem Chemismus handelt es sich um
kalkalkalische
Vulkanite mit
trachyandesitischer bis
latitischer Zusammensetzung. Beispiele für diese
Gesteine sind bei Bad Gleichenberg/Stmk., Weitendorf/Stmk. oder Kollnitz im
Lavanttal/Stmk. zu finden.
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Die zweite Phase ereignete sich im
jüngeren Miozän (Pannon-Stufe) zwischen 11.5 und 10.5 Millionen Jahren. Dazu
gehören der Basalt des Pauliberges/Bgld. und der
Alkalibasalt von
Oberpullendorf/Bgld.
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Nach
einer längeren Ruhepause bildete
eine sehr aktive, relativ lange andauernde
und an Auswurf reiche Phase mit verschiedenen
Pyroklastika im späten Pliozän
den Abschluß des Vulkanismus. Im südoststeirischen Vulkangebiet gehören dazu
beispielsweise der
Nephelinbasanit von Klöch, der
Tephrit von Wilhelmsdorf,
der Nephelinbasalt von Mühlbach und der Basalt von Unterweissenbach. Nach
radiometrischen Altersbestimmungen fanden diese jüngsten vulkanischen
Aktivitäten in Österreich zwischen 3.7 und 1.7 Millionen Jahren statt, also
knapp vor dem Beginn des Pleistozäns. Auch dieses letzte Ereignis wird durch
die Krustendehnung im "Back-arc"-Bereich bei gleichzeitiger Absenkung des
Pannonischen Beckens erklärt.
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