VULKANE IN ÖSTERREICH:
 FEURIGES FINALE...

Auf dem Erosionsrest eines basaltischen Vulkans steht die Riegersburg (Stmk.) und ragt hoch über die Ebene der tertiären Beckenfüllung auf.

Eruption des Stromboli

Am Alpenostrand war die Füllung der Einbruchsbecken aus der Tertiärzeit mit vorwiegend klastischem Sedimentmaterial zeitweise von intensivem Vulkanismus begleitet, der genetisch als Ausläufer des Innerkarpatischen Vulkanbogens angesehen wird. Er wird als Spätfolge der Kollision zwischen dem Ostalpin und dem stabilen Europa interpretiert, da diese nicht nur Kompression im Bereich der Subduktionszone, sondern im Rücken des Gebirgskörpers (im sogenannten "Back-arc"  -Bereich) auch eine Krustendehnung  bewirkte.

Im Osten Österreichs können im Tertiär drei vulkanische Episoden unterschieden werden: 

  1. Im mittleren Miozän (jüngeres Baden) fanden zwischen 14 und 13 Millionen Jahren die ältesten Eruptionen statt. Nach dem Chemismus handelt es sich um kalkalkalische Vulkanite mit trachyandesitischer bis latitischer Zusammensetzung. Beispiele für diese Gesteine sind bei Bad Gleichenberg/Stmk., Weitendorf/Stmk. oder Kollnitz im Lavanttal/Stmk. zu finden.

  2. Die zweite Phase ereignete sich im jüngeren Miozän (Pannon-Stufe) zwischen 11.5 und 10.5 Millionen Jahren. Dazu gehören der Basalt des Pauliberges/Bgld. und der Alkalibasalt von Oberpullendorf/Bgld.

  3. Nach einer längeren Ruhepause bildete eine sehr aktive, relativ lange andauernde und an Auswurf reiche Phase mit verschiedenen Pyroklastika im späten Pliozän den Abschluß des Vulkanismus. Im südoststeirischen Vulkangebiet gehören dazu beispielsweise der Nephelinbasanit von Klöch, der Tephrit von Wilhelmsdorf, der Nephelinbasalt von Mühlbach und der Basalt von Unterweissenbach. Nach radiometrischen Altersbestimmungen fanden diese jüngsten vulkanischen Aktivitäten in Österreich zwischen 3.7 und 1.7 Millionen Jahren statt, also knapp vor dem Beginn des Pleistozäns. Auch dieses letzte Ereignis wird durch die Krustendehnung im "Back-arc"-Bereich bei gleichzeitiger Absenkung des Pannonischen Beckens erklärt.

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