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Fossiler Seeigel und diverse Schnecken aus Flachwassersedimenten des Helvetikum von Mattsee, Salzburg. |
Fossiler Seeigel aus helvetischen Sedimenten von Mattsee, Salzburg. |
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Die in der Schweiz breit entwickelte Helvetische Zone mit Sedimentgesteinen eines seichten Schelfmeeres setzt sich am Nordrand der Ostalpen fort. Gegen Osten wird sie zusehends schmäler und ist in komplizierter Weise in den Nordrand der Ostalpen eingebaut. Im Bregenzer Wald noch breit und typisch "helvetisch", ist sie in Oberbayern und Salzburg in Form eines schmalen, mehrfach unterbrochenen Bandes vorhanden und tritt in Oberösterreich nur mehr in streifenförmigen Aufbrüchen innerhalb der Flyschzone zutage. In Niederösterreich ist sie durch die "Grestener Klippenzone" mit Brackwasser- und Flachmeerablagerungen der Jura- bis Eozänzeit repräsentiert. Neben Flachwasserkalken und -mergeln bildete sich auf dem helvetischen Schelf auch die "Grestener Kohle", eine der Grundlagen für die Industrie der Eisenwurzen. Daneben weisen aber auch Tiefseesedimente (Kieselgesteine) und Ozeanbodenreste (Serpentinite) auf das in diesem Zeitraum benachbarte Tiefseebecken des im Jura entstandenen Penninischen Ozeans hin. Die helvetische Zone gibt einen Einblick in den südlichen europäischen Schelf und Kontinentalhang zu jener Zeit, als der Urkontinent Pangäa zerbrach, sich der Atlantische Ozean bildete und Europa und Afrika auseinander zu driften begannen.
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